Falscher Titel, geht es in diesem Durchschnitts – Italowestern doch statt einem Kopf eher um einen Goldschatz, dessen Lageplan jeweils zur Hälfte auf den Rücken zweier Männer tätowiert ist. Fidel [ Armando Calvo ] trägt die zweite Hälfte spazieren und wird deswegen auch gejagt, die beiden Tagediebe Ringo [ Antonio De Teffè ] und Tim [ Eduardo Fajardo ] retten ihm dabei zweimal das Leben und wollen dementsprechend ausser den angebotenen 2 $ auch einen Teil vom Schatz, zumal sie die halbe Landkarte vom bewusstlosen Fidel eh schon abkopiert haben. Nachdem sie in Trikie [ Frank Wolff ] unliebsamerweise noch einen vierten Teilhaber bekommen haben machen sie sich auf den Weg zur anderen Hälfte von der Karte, die auf dem Rücken des nunmehrigen Sheriffs von San Louis befindet, Sam Dellinger [ Alfonso Godá ].
Bis hierhin soweit noch passabel, verliert sich der Film dann in das gewohnte Gemauschel unter den Schatzsuchern, wobei ausser Tim und Ringo keiner dem anderen auch nur für eine Sekunde den Rücken zuwenden darf, die Habgier ist wieder mal zu ausgeprägt. Die Wendungen sind dabei nicht wirklich überraschend, halten die Story aber einige Weile auf Trab, vor allem da der Sheriff selber gar nicht teilen will und nach einer Abfuhr seine ganze Stadt gegen die vermeintlichen Banditen mobilisiert. Derart gestärkt gelingt ihm dann auch die Handhabe der 4, die aber im Gefängnis immer noch soviel Zeit und Muße haben, ihren Teil der Karte zu vernichten, indem sie einfach den Rücken von Fidel mit einer Kerze ausbrennen.
Der bis hierhin noch recht flinke und harmlose Ton des Filmes wandelt sich dann aber schnell in ein irgendwie fehlgeartetes Abenteuer, dass auch mehr in Richtung der US – Western schiesst, vor allem die Befreiung eines geplagten mexikanischen Dorfes von ihren Peinigern wirkt doch sehr untypisch für einen Italowestern, wobei normalerweise die Abkehr von Genregewohnheiten zu befürworten ist, aber nicht auf die Art und Weise. Nachdem man sich auch mit Manuela [ Alejandra Nilo ] eine im Dorf unerwünschte Frau aufgehalst hat – sehr zum Unwillen von allen Teilnehmern, ausser dem liebestollen Ringo – folgt dann auch eine zarte Annäherung Richtung Liebesfilm und dann auch sofort griechischer Tragödie: Ringo’s Vaterfigur und jahrelanger Begleiter Tim hat aus schierer Lust nämlich ebenfalls eine Auge auf die Holde geworfen, wobei ihn Trikie aber auch noch dazu zuredet und gleichzeitig mit Alkohol willenlos macht.
Hierbei soll dann plötzlich Drama inszeniert werden, was nicht nur aufgrund der schlechten Darstellerleistungen und der altbackenden Erzählweise daneben geht, sondern auch wegen der wirklich furchtbar klinischen Synchro komplett ins Lächerliche übergleitet. Auch das pathetische Ende will so gar nicht zu dem Anfang des Filmes passen; falls die Figur des Ringo in der Zwischenzeit eine komplette Wesensänderung durchgemacht hat, vermag es weder Regie noch Schauspieler, diese überzeugend rüberzubringen.
Was bleibt ?
Eine furiose Reitsequenz in der Mitte des Filmes, ein paar 08/15 Schiessereien und einige gute Wendungen zu Beginn, wobei der Grundplot aber zu unhomogen daher kommt und die gegenseitigen Spielereien vorhersehbar sind.
Vielleicht hätte man hier doch jemanden rächen sollen.