Dieser frühe Italowestern deutsch-italienisch-spanischer Produktion - angeblich das A-Feature vor dem B-Movie Genreklassiker "Per un pugno di dollari" (Für eine Handvoll Dollar - von Sergio Leone mit Clint Eastwood), der von denselben Produzenten finanziert wurde, ist ein schönes Beispiel für einen geradlinigen Western alter Schule.
Regisseur Mario Caiano versteht es, Action zu inszenieren, sein Pacing ist musterhaft! (Man vergleiche seine im selben Jahr entstandene unterhaltsame Zorroparaphrase 'Nel segno del coyote' ('Mit Colt und Maske').)
Auch die Charaktere sind klar gezeichnet und werden gut gespielt. Allen voran der Held - ein bis zur Schmerzgrenze rechtschaffener Pat Garrett, gespielt von Altstar Rod Cameron. Unter den Bösewichten strahlt ein dunkler Horst Frank (sehr fein!) und ein fönfrisierter Mimmo Palmara (unter dem Pseudonym Dick Palmer) als lachfreudiger, vermeintlich gerissener Banditenanführer Santero, der leider nur wenige wirklich erinnernswerte Szenen feiert - darunter der Zweikampf gegen den Helden am Ende des Films, u.a. leider (oder zum Glück?) mit denkbar schlecht choreographiertem Messerstechen. Vivi Bach pflegt feinstes Overacting - ihre blonde Mähne dominiert nicht selten den begeisterten Blick des italienischen Kameramanns (niemand Geringerer als Gialloprinz Massimo Dallamano!).
Alles in allem ein vergnüglicher, gut abgerundeter Film, der jedoch - wie, so scheint es, alle Filme Caianos - trotz dem Einsatz von mitunter recht heftiger Gewalt etwas bieder rüberkommt.