Wrestling ist Show, und Show hat was mit Schauspielerei zu tun.
Das, so könnte man meinen, ist der einzige Grund, warum so viele Ex- und aktive Wrestler auf den Leinwänden der Welt zu begutachten sind. Nach Steve Austin (The Condemned, Damage), Dwayne Johnson (Walking Tall, Welcome to the Jungle), John Cena (The Marine, Zwölf Runden) und Ted DiBiase (The Marine 2) lässt man nun zwei weitere auf die Action-Fan-Gemeinde los. Dave Batista und Rob Van Dam.
Letzterer bekommt hier die Hauptrolle zugesprochen. Bei dem klangvollen Namen erwartet man natürlich einiges. Doch leider kommt der gebürtige Pole, mit wahrem Namen Robert Szatkowsky, kommt eher wie ein durchschnitts Redneck daher. Fighttechnisch nicht besser als jeder andere Genre-Typus holzt sich Van Dam durch die Szenerie. Optisch eine Katastrophe. Dave Batista hat eine kleine Nebenrolle, die es wohl kaum rechtfertigt ihn auf dem DVD-Cover als Superstar der TNA anzupreisen. Ein schlechter Witz. Konnte sich Van Dam wenigstens schon in 2-3 mehr schlecht als Rechten Filme beweisen (The Backyard, Beyond the Mat, Bloodmoon), so zeigt Batista weder eine One-Man-Show, noch irgendein erkennbares Potenzial außerhalb des Ringes zu zeigen was er kann.
Die Story ist dafür etwas dünner als Ja Rules (Halb tot) Ärmchen. Bobby (Van Dam) geht mitsamt seiner Holden und den naiven Nachbarn auf Sauftour. Dort, in einem exklusiven Club trifft man auf den Gangster-Boss Seth (Jerry Katz, Hard and Nails, Black Russian). Jener läd den Trupp auf seine Kosten ein. Als Bobby's Frau Dawn (Lara Grice, Zwölf Runden, The Reaping) auf die Toilette geht, wird sie von Seth' Bruder Ethan überwältig und fast vergewaltigt. Bobby kommt in letzter Sekunde zur Rettung. Der Kontrahent geht mit dem Messer auf unseren Helden los, das bezahlt er aus Notwehr mit dem Leben. Von nun an, ist klar was passiert. Seth setzt ein Kopfgeld von 100.000$ auf den Ex-Navy Seal aus. Ein Kampf gegen Gangs, korrupte Cops und sich selbst beginnt.
Einfach gestrickt, eigentlich immer zündend. Leider hier aber nicht wirklich. Die Szenerie wirkt nicht nur billig, so wie der Haarschnitt von Wrestler Van Dam, sondern hinkt nicht nur manchmal durch irrwitzig aneinander gereihte, extrem blöd geschnittenen und ausgeführten Kämpfen. Van Dam wirkt absolut nie als die Übermenschliche Kampfmaschine die er eigentlich laut Drehbuch darstellen soll. Als sich „Kumpel“ Big Ronnie (Batista) in das Geschehen einschaltet, ist die Chose eigentlich schon gelaufen. Die wenigen Gewaltspitzen behauptet nur Big Ronnie für sich. Jene sind aber alle in gediegenem PG-13 Niveau. Der amüsanteste Höhepunkt des Streifens ist zweifelsohne die Szene, als Van Dam sich Terminator-Like selbst verarztet. Unfassbar gruselig.
Fazit:
Losrennen, dumm glotzen, schießen – Action! So ist das halt mit einigen Direct-to-DVD Vehikeln. Leider hat noch nicht jeder Produzent gemerkt, das nicht jeder Wrestler für die große Leinwand geeignet ist. Rob Van Dam und Dave Batista sind es jedenfalls nicht. Kein Fisch, kein Fleisch. Eher eine Gemüsesuppe ohne Einlage. Schwach.
2,5/10