Das Debüt von Patrick Horvath steht nicht gerade als Werbung für eine amerikanische Restaurantkette, die aufgrund mangelnder Tierschutzbestimmungen ohnehin nicht sonderlich positiv dasteht. Vielmehr versucht er seinen Erstling in einer Mischung aus Zombiekomödie und Road-Movie ohne Road zu konzipieren, was über weite Teile viel zu eindimensional abläuft.
Ken ist als Serienkiller auf Tour und strandet in einem abgelegenen Diner, wo er soeben den Koch und die Kellnerin umbrachte. Als das Paar Kathy und Rob auf einen Kaffee hereinschneit, gibt er sich zunächst als Kellner aus und staunt nicht schlecht, als die Ermordeten plötzlich wieder vor ihm stehen…
Die Einleitung wirkt wie eine Mixtur aus Arthouse, Tarantino und Psycho-Thriller und so ähnlich sollte offenbar der komplette Streifen ausgerichtet sein. Doch Horvath verzettelt sich mit der etwas biederen Art des Humors, wirkt über weite Teile zu geschwätzig und lässt die Zombies phasenweise zu Nebenerscheinungen mutieren. Das ist insofern prekär, als dass lediglich Ken mit seinem zynischen Pragmatismus ein paar wenige Lichtblicke platzieren kann, während das Paar, zunächst streitend, später fürsorglich, charaktertechnisch sehr schwach ausgearbeitet ist und mit einem Sheriff ein ebenfalls eher passiver Part in die magere Handlung integriert wurde.
Als Hauptschauplatz dient ein austauschbares Diner, was rein gar keine Atmosphäre aufkommen lässt, auch wenn der leicht dreckige Look zumindest recht ordentlich eingefangen wurde. Hinzu kommen lediglich drei Hauptfiguren und Zombies als Randerscheinungen, welche gerade mal mit zwei Halsbissen durchstarten, mit dem grauen Einheits-Make-up und den Latex-Klecksen jedoch nicht sonderlich originell gestaltet wurden.
Auch der Orgel-Score, der nur selten von einigen Gitarrenklängen unterbrochen wird, trägt nicht zur Abwechslung bei, denn handlungstechnisch geht es im Prinzip nur darum, sich zwischen Serienkiller und Untoten zu entscheiden, während die schwache Gegenwehr zumindest für kleine Nuancen sorgt.
Ansonsten bleibt der Hintergrund der Zombiemutation völlig im Unklaren, man stochert zwar an einem fixierten Untoten herum, doch das bringt genauso wenig Erkenntnis wie die zwei Flashbacks über Kens Kindheit mit seiner Mutter, welche im Grunde ohne Pointe schließen.
Immerhin endet die Geschichte mit einer gewissen Ironie, was den ansonsten nicht sonderlich positiven Gesamteindruck minimal anhebt.
Zwar sieht man dem Erstling sein mageres Budget nicht latent an und auch handwerklich wurde vieles richtig gemacht, doch besonders abwechslungsreich gestaltet sich das Treiben nicht, zumal die Anflüge von Humor nur selten zünden und auch darstellerisch nicht mehr als brauchbares Niveau geboten wird.
Trotz der knappen Laufzeit von 72 Minuten von einigen Längen begleitet und gewiss nicht eingefleischten Zombiefreunden zu empfehlen, die auf etwas mehr Konfrontation, Blutvergießen und Tempo stehen.
3,5 von 10