Review
von andeh
Paul Naschy Retrospektive #3
THE FURY OF THE WOLFMAN [La Furia del Hombre Lobo] (1970) nimmt einen kontroversen Platz in PAUL NASCHYs Filmografie ein, ist es doch die erste und einzige Zusammenarbeit mit dem Regisseur JOSÉ MARÍA ZABALZA, der sich sonst für eher mittelmäßige Western-Produktionen verantwortlich zeigt. Wenn man von den fahrigen Produktionsumständen liest, es wurden bspw. Szenen aus DIE VAMPIRE DES DR. DRACULA [La marca del Hombre-lobo] (1968) verwendet, versteht man also auch warum es bei dieser einzigen Kooperation geblieben ist. Allerdings ist dieses Mal auch das Drehbuch von Naschy himself eher schwach, beschert einem aber so eine ganze Menge an trashigen Momenten.
Der Wissenschaftler WALDEMAR DANINSKY, von Gott und der Welt betrogen, findet nach seiner Heimkehr aus Tibet, bei dem der Rest der Crew ums Leben gekommen ist, ein jähes Ende an einem heruntergestürzten Draht eines Hochspannungsmasten. Vollmond war in dieser Nacht übrigens auch. Die ebenfalls als Wissenschaftlerin tätige Dr. Ilona Alman (Perla Cristal) nutzt die Gunst der Stunde um an Waldemar Versuche durchzuführen, in wiederzubeleben, willenlos zu machen und seine Verwandlung zu stoppen bzw. zu übertragen. Gleichzeitig hält diese in ihrem hermetisch abgeriegelten Landsitz, in dunklen Gewölben, eine Unzahl an Gesindel (u.a. ein Herr mit Phantom der Oper-artiger Gesichtsbedeckung) um dieses zu heilen. Dabei helfen soll ihr die bezaubernde Studentin Karen (Verónica Luján), eine Augenweide mit ihrem hübschen Topfschnitt wie ich finde.
Auch wenn THE FURY OF THE WOLFMAN deutlich schwächer als viele andere Naschy-Filme ist, wird man dennoch, auch aufgrund des hohen Trashgehaltes, ausgezeichnet unterhalten.