Review

Staffel 1 - 8,5/10

Staffel 1

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Agentenparodien gibt es viele, von Austin Powers bis OSS 117. Wie "Archer" ist keine! Unverschämt und clever tauchen wir in die Welt der amerikanischen Agentenorganisation "Isis" (Kackname!) ein, die keinen besseren Mann als Sterling Malory Archer hat. Eine Mischung aus James Bond und einem (spitzen) Radiergummi. Und so kommen wir in den ersten zehn je ca. 22 minütigen Episoden in den Genuss von ein paar seiner Abenteuer, Kollegen (im Aussen- wie im Innendienst) sowie seiner mal unangenehmen, mal genialen, aber immer sehr lustigen Angewohnheiten...

Was macht "Archer" besonders? Und warum geht die Serie jetzt schon in ihr zehntes Jahr? Warum zählt sie mittlerweile quasi zum festen Bestandteil jeder Diskusison über die besten animierten Serien überhaupt? Siehe hier.

POSITIVES
+ sehr eigener, eleganter Zeichenstil (trotz starkem Kontrast von groben Figuren zum feinen Hintergrund)
+ politisch mutig und kaum korrekt
+ schlägt gekonnt die Brücken von Agenten zu normalen Berufstätigen
+ ziemlich heiss, man kann es nicht anders sagen. Selbst wenn ich in dieser Sache nicht auf "Zeichentrick" und so'n Zeug stehe...
+ Archer ist einfach eine Marke
+ Lana ist eine Bombe!
+ starke Frauenfiguren
+ super witzige Nebenfiguren
+ erwachsen, sowohl was Gewalt wie Humor oder Freizügigkeit betrifft. Letzteres überraschend für Amerika
+ tolle Synchronsprecher (im Original)
+ kaum Klischees. Und wenn, dann werden diese gandenlos zerstört
+ extrem schnelles Erzähltempo
+ super kurzweilige Episoden
+ voller Running Gags
+ voller Anspielungen, von "Mission: Impossible" bis (natürlich) zu James Bond
+ abwechslungsreiche Schauplätze
+ es wird viel getrunken, geflucht, gefickt
+ top Action
+ unterläuft Erwartungen
+ lässiges Intro
+ Highlight: "Skytanic" + "Honeypot"
+ macht süchtig und Lust auf mehr
+ gut für zwischendurch genauso wie zum Bingen
+ oft genug meta und sozial relevant
+ viele Insider für Filmfans
+ heftiger Wiederspielwert

NEGATIVES
- durch das hyperaktive Tempo braucht man viel Konzentration
- mehr Schmunzler als laute Lacher
- Figuren, besonders deren Mimik, nicht immer "hübsch"
- keine durchgängige Handlung
- man erfährt (noch) zu wenig aus der Vergangenheit der Figuren. Daher bleiben manche eindimensional

Fazit: super sexy, super schlagfertig, super scharf - "Archer" ist die beste Agentenparodie aller Zeiten. Nicht nur im animierten Bereich. Ja, schon nach einer Staffel. Schaut es euch doch selbst an. Reif und unreif zugleich. Wahnsinnig schnell, kurzweilig und famos. Weiter so! (8,5/10)

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