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Und schon wieder muss Peter Jacksons Splattermeisterwerk „Braindead“ herhalten, um den Horrorfans die Kohle aus den Taschen zu ziehen. Jüngstes Beispiel „Brain Dead Zombies“. Natürlich hat „Mangue Negre“, so der Originaltitel der brasilianischen Filmproduktion, nicht Ansatzweise etwas mit Jacksons Film gemein und so kommt es wie fast immer wenn man sich mit fremden Federn schmückt. Der vom Verleiher heraufbeschworene Vergleich geht mächtig nach hinten los.

Die Sümpfe sind auch nicht mehr das was sie einmal waren, zuerst gibt es nix mehr zu fischen und dann steigen auch noch die Toten aus ihren Sumpfgräbern hervor und machen den paar dort noch lebenden Lebenden das Leben zur Hölle. Darunter auch Strunz und Doof, die neben Zombies metzeln auch noch die Liebe für sich entdecken.

Boah, was ein Schrott. Hier habe ich mich wirklich gefragt, wie so ein Schundfilm, überhaupt außerhalb des eigenen Freundeskreises einen Vertrieb finden kann, geschweige denn, dass das Filmchen es schafft ins Ausland verkauft zu werden. Hier stimmt nämlich nix, vielleicht abgesehen von den brauchbaren Hand Made Splatter FX. Die Kulissen sind eine Zumutung sondergleichen, gefolgt von der ohrenvergewaltigenden Musik. Was da aus den Lautsprechern kommt geht absolut überhaupt nicht. Wenn einem mit Megaphon 105 Minuten ins Ohr gebrüllt wird, klingt das immer noch angenehmer als die Soundkulisse dieses Filmalbtraums.

Die nichtexistente Handlung möchte ich da gar nicht so doll ankreiden, da man im Bereich des Zombiefilms schon so einige Klopper vorgesetzt bekommen hat. Trotzdem wird hier nur Schema F mit Abstrichen gefahren. Die Schauspieler gehen so in Ordnung, sind aber teilweise übertrieben blöd geschminkt und damit meine ich nicht die Zombies.

Das Nervigste an dem Film ist aber die Untalentiertheit des Regisseurs. Er schafft es einfach nicht interessante Szenen zu gestalten. Andauernd wird mit Abblenden gearbeitet, die meist viel zu früh einsetzen und so die aktuelle Szene zu früh abbrechen. Der teilweise versuchte Humor geht dadurch erst recht in die Hose.

Komplett daneben sind auch die Farbfilter, die einem tiefste Nacht vorgaukeln sollen, offensichtlich aber am helllichten Tag abgedreht worden sind. Es sieht einfach noch mordsmäßig dämlich aus. Warum der Erguss aber über 100 Minuten laufen muss, weiß der Geier. Denn die Handlung läuft nur auf halber Voltzahl. Wenn dann bei der Voodoooma ca. 20 Minuten verlabert werden, dann kann man das echt schon nicht mehr glauben.

So bleibt die Frage wer sich diesen Schund überhaupt ansehen sollte und die Antwort lautet, niemand! Es sei denn man ist besonders hart im Nehmen oder hat es sich zur Aufgabe gemacht wirklich jeden Zombiefilm gesehen zu haben.

Fazit: Absolut blöder Film, ohne wirkliche Atmosphäre oder Spannung. Wären nicht einige Effekte ganz nett, so würde die Bewertung noch düsterer aussehen.

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