Til Schweiger spielt einen Manta-Fahrer, der die gesamten Ersparnisse von ihm und seiner Freundin bei einem Rennen riskiert, nur um einem Mercedes-Fahrer eins auszuwischen.
Da es in Deutschland bekanntlich an hohen Budgets und neuen Ideen mangelt, handelt es sich bei einem Großteil der deutschen Kino-Premieren um Komödie, die bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr im Bereich des Erträglichen liegen und diese Serie wird auch mit "Manta, Manta" fortgesetzt. Die Story ist dabei so dämlich, wie man es auch von anderen deutschen Komödien kennt. Dass die Story komplett flach ist, versteht sich von selbst und, dass der Film aufgrund seines stereotypen Musters überhaupt keine Überraschungen liefern kann, ist ebenfalls im Vorhinein abzusehen. Dass der Plot aber auf diese kümmerliche Handlung beschränkt bleibt und an Komplexität kaum noch zu unterbieten ist nervt dann zugegebenermaßen doch ein bisschen, genauso wie die hohe Naivität. Der Film ist damit leider genauso doof wie seine überaus primitiven Charaktere. Die Story könnte wirklich kaum schlechter sein.
Wolfgang Büld, der vor und nach "Manta, Manta" lediglich mit schwachen Komödien in Erscheinung treten konnte, leistet als Regisseur schwache Arbeit. Die wenigen Action-Szenen, natürlich meist bestehend aus diversen Auto-Rennen und die Hintergrundmusik mögen noch einigermaßen erträglich sein, aber der ganze Rest ist komplett desolat. Es gibt im Prinzip überhaupt keine Gags und wenn, dann stimmt weder die Art der Präsentation, noch das Timing. Die Gags bestehen lediglich daraus, dass alle Hauptfiguren so tun, als wären sie noch blöder, als sie sowieso schon sind. Darüber hinaus gibt es im Minutentakt irgendwelche Witze über Manta-Fahrer zu hören, die wirklich jeder schon mal bezogen auf Blondinen oder Ostfreisen gehört hat. Bei diesem primitiven Humor kommt man sich als Zuschauer beim Anschauen des Films wirklich blöd vor. Das Erzähltempo ist relativ schnell, aber durch die schwache Handlung und die erschreckende Humorlosigkeit, ist der Film dennoch von vorn bis hinten langweilig.
Til Schweiger darf einen Idioten spielen und wurde durch diese Rolle traurigerweise nach seiner Nebenrolle in der "Lindenstraße" endgültig bekannt. Glücklicherweise zeigte er im Lauf seiner langen Karriere, dass er auch deutlich anspruchsvollere Rollen meistern kann. Michael Kessler spielt seinen Part, der nicht wesentlich klüger als Schweigers zu sein scheint, einigermaßen solide, lässt sich aber ebenfalls auf das primitive Niveau des Films herab. Der übrige Cast ist auch solide.
Fazit:
"Manta, Manta" ist mal wieder eine niveaulose deutsche Komödie, die durch ein Höchstmaß an Ideenlosigkeit und Primitivität nicht einmal ansatzweise unterhalten kann. Die Welt hätte sich ohne diesen Streifen definitiv weitergedreht, nur für Fans von primitiven Komödien wie "Ballermann 6" zu empfehlen.