Die Mockbuster-Schmiede Asylum gibt sich erst gar nicht die Mühe, einen zweiten Teil ihrer an „Transformers“ angelehnten Reihe zu produzieren, sondern springt gleich zum dritten Teil über, um erneut Blechmaschinen als böswillige Invasoren ins Geschehen zu werfen.
Dass die Qualität der Effekte nicht an zeitgenössische Standards heranreicht, ist für Trash-Fans eher zu verkraften als die durch und durch beliebig zusammengeschusterte Geschichte.
Die Kampfroboter stammen einerseits aus dem All, andererseits sollen sie wohl Reste von anno 1947 sein, die sich, warum auch immer und zu diesem Zeitpunkt, formieren, um die Erde auszulöschen. Drohnen-Spezialist Jake, Freundin Madison und weitere Überlebende rotten sich zusammen, um die Terraforming Anlage am Rande der Wüste auszuschalten…
Zunächst bleiben die Effekte überschaubar, als Jake zufällig am Haus von Madison beobachtet, wie sich die Satellitenanlage zu einem Roboter formt oder ein Typ aus seinem Truck befördert wird, der anschließend von selbst durch die Straßen fegt und später den Dienstwagen von Cop Hadley (Bruce Boxleitner) attackiert.
Genauso überschaubar bleibt das Figurengeflecht um Soldat Jake, der natürlich Spezialist in Sachen Drohnen und Kriegseinsätze in Krisengebieten ist, dazu die flach gezeichnete Madison, ein Bürgermeister, sowie ein paar namenlose Gefährten, deren Ableben man bereits frühzeitig in eine Reihenfolge bringen kann.
Allerdings kaschiert das annähernd latent hohe Tempo einige gewaltige Schwachstellen im Skript, die teilweise widersprüchlich oder nicht konsequent durchdacht sind.
Zumal einige passable Actionszenen untergebracht wurden, die von Verfolgungen über Schießereien bis zum explodierenden Heli reichen.
Allerdings kommt im letzten Drittel nicht die beabsichtigte Endzeitstimmung auf, die Schauplätze wirken zu sehr isoliert von der übrigen Welt, als dass man die globale Einsamkeit der Überlebenden spüren würde. Gegen Ende wirkt das Geschehen beinahe ein wenig überhastet, als wolle man rasch auf den Cliffhanger kommen, der wahrscheinlich bereits munter und ohne Rücksicht auf Verluste die Fortsetzung mit sich führt.
Die Transmorphers, von denen es nur zwei Modelle gibt, einmal ein kleines Spinnenvieh und dann das etwa vier Meter hohe Roboterwesen mit Schusswaffen in Armen, sehen computertechnisch zumindest halbwegs passabel aus und je weiter die Distanz ist, um so glaubwürdiger passen sie in die Kulisse. Einige Verwandlungen schauen sogar recht schick aus, doch insgesamt halten sich die Spezialeffekte in Grenzen, da schlichtes Ballern und Laserstrahlen auf der anderen Seite gerade noch finanziell umzusetzen sind, während größere Rummsbumms-Features eher außen vor bleiben.
Großartige Schauspielleistungen allerdings auch, selbst der olle Boxleitner kann mit seinem hölzernen Charme kaum etwas richten. Shane van Dyke, der auch das brüchige Drehbuch verfasste, geht genauso unter wie Jennifer Rubin, die wie auf eine Mischung aus Botox und Schlafmittel durch die Gegend wandelt. Ähnlich schlecht ist es um den Rest der Riege bestellt.
Bleibt also die Frage, wie immer bei Trash aus dem Hause Asylum, inwieweit man sich eine minderwertige Kopie von „Transformers“ geben möchte, die zwar durchgehend Bewegung und in Ansätzen auch spannende Momente bietet, im Gesamtbild aber null Eigenständigkeit oder Kreativität parat hält.
Denn dolle Schauwerte oder markante Szenen sucht man hier über die Laufzeit von rund 86 Minuten vergebens…
3,5 von 10