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Spätestens seit „Der Exorzist“ bringt die Filmwelt in unregelmäßigen Abständen Beiträge heraus, in deren Mittelpunkt Besessene stehen, entweder von Dämonen oder dem Leibhaftigen persönlich.
In diesem Fall spielt die Geschichte im Huren-Milieu, - ein Umstand, die vor allem für nackte Tatsachen, aber zu keiner Zeit für Spannung sorgt.

Nutte Amanda hat ein Date mit einem Typen, der ihr gleich merkwürdig erscheint, mit den vielen Kerzen und den Ritualgegenständen. Kurz darauf ist der Freier tot und fortan wandert ein Dämon per Kuss von Körper zu Körper, während Psychologin Dr. Lacey und Cop Gonzales eine Lösung finden müssen…

Aus den USA schwappt wahrlich eine Menge Schrott zu uns herüber und hier haben wir das beste Beispiel, wie man rund 30.000 Dollar Budget total in den Sand setzen kann.
Die technische Ausstattung ist am Rande einer Amateurproduktion, die murksigen Darsteller scheinen direkt auf der Straße angesprochen worden zu sein und die dazu passende Porno-Synchro kann vom deutschen Verleih nicht ernst gemeint sein.

Handlungstechnisch wird das Interesse nach einer Viertelstunde auf Null gesetzt, da niemand als Identifikationsfigur, noch als Held taugt und binnen kurzer Zeit recht viele Prostituierte in die Geschichte gebracht werden, die teilweise auch noch gleich aussehen.
Die Psychologin (gleichzeitig Regisseurin dieses Werkes) hat alle Nase lang eine Klientin aus dem Milieu in der Praxis, Cop Smith scheint ebenfalls besessen und neigt zu kurzen Wutausbrüchen, eine hat ein Gespür für übersinnliche Erscheinungen, während die Huren nach und nach weniger werden.

An Gewaltszenen ist allerdings kaum etwas vorzufinden, meistens sieht man nur kurz eine Leiche im Bild. Nur gegen Ende gibt es einen Messerstich in die Brust, aus dessen Wunde kein Blut austritt und eine Enthauptung per CGI, wonach der abgetrennte Schädel überdeutlich als feiste Gummiattrappe auszumachen ist.
Da passt sich die Qualität der Effekte an den Rest der redseligen Nullnummer an.

Da das Skript über keine Dramaturgie verfügt, sollte man weder mit spannenden Momenten, noch einer nachvollziehbaren Erzählweise rechnen, da die Chose bruchstückhaft und mit riesigen Handlungslücken zusammengeflickt scheint. Manchmal verschwinden Protagonisten schlicht aus dem Geschehen, andere werden ohne namentliche Vorstellung für eine Weile zum Fokus und am Ende ist es den Machern noch nicht einmal zu peinlich einen Exorzismus ins Spiel zu bringen, bei dem der Pater leichtes Spiel hat.

Zwischenzeitlich fragt man sich allen Ernstes, um was es bei dem Geöle überhaupt geht, warum ein paar nackte Kissen und eine Mumu einen Anreiz darstellen sollen und mit welchem Ziel der Dämon überhaupt in die Körper eindringt, wenn er schon nicht ihre Seelen besitzen kann.
Hier stimmt einfach gar nichts: Unbrauchbare Mimen, null Spannung, lahme Locations, kaum Bewegung und noch weniger Unterhaltungswert liefert „Demon Kiss“ im traurigen Gesamtbild, - gut für eine Selbstläuterung, aber nicht für eine unterhaltsame Zeit…
2 von 10

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