Der Anfang mit dem Rolli-Fahrer im menschenleeren Tokio weiß auf Anhieb zu gefallen. Irgendwie kriegen die Asiaten meist interessant oder ästhetisch strukturierte Bilder hin, selbst bei einem Low Budget Film wie "Fish Story". Im Ganzen betrachtet fällt auf, dass dieser Episodenfilm sehr abwechslungsreich gestaltet ist, dass für jede Episode eine eigene Atmosphäre kreiert wurde, die zu ihr und ihrem Inhalt passt und dem Zuschauer das Eintauchen ins Filmgeschehen erleichtert. Das einzige Episoden-übergreifende Element ist der Titelsong "Fish Story", der immer wieder zu hören ist sowie die Geschehnisse im Plattenladen (die man mit etwas Wohlwollen als Rahmenhandlung des Films bezeichnet könnte.
Am besten hat mir in 1982 spielende Episode mit dem Außenseiter-Autofahrer und dem prophetischen Mädchen gefallen, weil sich da angenehme Mischung aus Grusel, Verbrechen und Humanität bemerkbar macht. Toll ist natürlich auch die Episode um die Punk-Band. Im Gegensatz dazu gefiel mir die Weltuntergangs-Sekte und ihre Schiffsentführung nicht besonders, weil etwas überkandidelt (wobei die Kampf-Action auf der Fähre eine nette Abwechslung im sonst eher ruhigen "Fish Story" darstellte).