Ehemaliger Kinderstar kommt nach L.A. um eine neue Karriere zu starten und steigt in einem billigen Motel ab. Lernt zwei Brüder kennen, die es sich auf der Bühne gegenseitig besorgen (einer davon geistig behindert und dauernd dabei, sich einen runterzuholen). Schläft mit der fetten Vermieterin, um sich die Miete zu sparen. Lernt die Tochter einer alternden Filmdiva kennen, die mit Baby und suizidgefährdeter Freundin zusammenlebt. Trifft dann auch besagte einsame Filmdiva, geht eine Affäre mit ihr ein um Leute kennenzulernen. Das kann ja nicht gut gehen...
Unter der Regie von Paul Morrissey, produziert von Andy Warhol. Der Film erfreut sich an Ekligkeiten (altes Fleisch), (semiexplizitem) Sex, der Erbärmlichkeit des Seins und den skurillen und kaputten Verlierertypen, die sich das Leben gegenseitig ordentlich schwer machen. Erinnert ein wenig an die Werke von John Waters (geht aber längst nicht so weit und ist aus heutiger Sicht nicht mehr so tabubrechend wie zu seiner Zeit).
Die Kameraführung gibt sich halbdokumentarisch (Handkamera), die Dialoge sind von den (ausgezeichneten) Schauspielern weitgehend improvisiert, ein grosses Budget war augenscheinlich nicht vorhanden. Passt hervorragend zur Thematik des Filmes.
Alles in allem ist HEAT etwas gewöhnungsbedürftig, aber tatsächlich ganz unterhaltsam (wenn man etwas übrig hat für abgehalfterte Charaktere und ihr schäbiges Leben).