Der Weltraum - unendliche Weiten... und unendliche Möglichkeiten für idiotische Schwachsinnsplots für Softpornos. Nachdem schon eine „Emanuelle"-Episode in eine scheinbar trendige Science-Fiction-Kulisse verfrachtet wurde, um dem üblichem Gerammel einen Funken an Originalität abzugewinnen, schlägt „Pleasure Planet" diesem absurden Thema jedoch den Boden aus.
Die hauchdünne Story: Alien Kara (Venesa Talor) wird auf die Erde geschickt, um die menschlichen Emotionen und Sexualtrieb zu ergründen. Doch als sie auch nach einiger Zeit nicht zurückkehrt, wird ein Suchtrupp von weiteren zwei Aliens losgeschickt, um sie zu suchen und ebenfalls sexuelle Erfahrungen zu machen. Der Ufo-Freak Lester (Damien Wells) ist ihnen auf der Spur...
Diese hanebüchene „Handlung" dient nur als Vorwand für zahlreiche sexuelle Handlungen, die gut die Hälfte von „Pleasure Planet" ausmachen. Die eingestreuten Science-Fiction-Elemente wirken allerdings - auch aufgrund schlicht dilletantisch schlechter Spezialeffekte - einfach nur lächerlich. Die pseudo-wissenschaftlichen Dialoge der Aliens - welche zufälligerweise auf der Erde ebenso aussehen wie Menschen - um die Erforschung des Körpers, sind nicht minder schwachsinnig und wirken gestelzt. Die Inszenierung ist langweilig, die Regie amateurhaft mies. Bleiben die schauspielerischen Leistungen der unbekannten Darsteller - wenn denn da außerhalb der Sex-Szenen welche wären. Alles in Allem also ein ziemlich sinnfreier und bekloppter Softcore-Streifen mit Fantasy-Touch. Dabei sind die Sex-Elemente auch das Einzige, was überzeugt: Mit streckenweise erstaunlicher Freizügigkeit (hin und wieder sind deutlich primäre weibliche Geschlechtsorgane zu sehen) kommt immerhin eine halbwegs anregende Stimmung rüber, die durchaus für autoerotische Stimulationen geeignet ist. Der Verstand bleibt dabei ja glücklicherweise ohnehin ausgeschaltet.
Fazit: Langweiliger Softcore-Trash in Reinkultur. „Pleasure Planet" mit seiner haarsträubend idiotischen Ausgangsidee unterscheidet sich nur durch hin und wieder explizite Sex-Szenen und unfreiwillige(re) Komik von den Schmarren, den man Woche für Woche samstagnachts von VOX serviert bekommt. Äußerst schwach.
Erotik-Faktor (geht nicht mit in die Wertung ein): 6 von 10
Trash-Faktor: 4 von 10
Eigentliche Klasse des Films: 2 von 10
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Macht insgesamt: 3 von 10 Punkten