Terroristen nehmen Kinder als Geisel und verschanzen sich im Atomreaktor von Tschernobyl. Dank dem „NGU“ Soldaten hat das Militär keine Chance, die Kinder zu befreien oder die Bombe, welche im Atomreaktor lagert, zu entschärfen, denn der NGU ist eine Art Supersoldat, der keinen Schmerz fühlt und stärker und schneller als normale Menschen ist. Daher will man Luc wieder „aktivieren“…der gehörte einst zu der ersten Generation der Universal Soldiers. Doch auch ein alter bekannter ist zurück: Der Universal Soldier Andrew, welcher im Atomreaktor beginnt Amok zu laufen und Luc hat nur noch 40 Minuten Zeit, die Bombe zu entschärfen.
Der offiziell dritte Teil (die Fernsehproduktionen zwischendurch mal ausgenomme) der unkaputtbaren Supersoldaten der Zukunft bringt die beiden Kontrahenten Luc und Andrew wieder zusammen. Letzterer wurde dort zwar gekillt, wird aber durch DNA Spielereien wieder neu gebacken. Diesmal landen sie allerdings nicht nur auf verschiedenen Seiten, sondern müssen sich auch mit einem fortgeschrittenen Modell rumplagen (das ganze erinnert irgendwie an Terminator), einer Art Unisol 2.0, der natürlich nochmal extrem verbessert wurde was seine körperlichen Leistungsmöglichkeiten betrifft.
Die Tatsache das hier mal wieder preiswert in Osteuropa gedreht wurde, wird immerhin recht gut kaschiert, indem die auszulöschende Bedrohung mal eben nach Tschernobyl verlegt wird, wo eine ehemalige Fabrikruine als Bühne für die Superkämpfer herhält. Diese sieht durch den blau/grau Filter zudem noch trostloser aus, als sie wahrscheinlich bei Sonnenschein eh schon ist, bietet aber genügend Platz für gepflegte Raufereien und ordentlich Schußwechseln.
Erstaunlicherweise wird den Stars relativ wenig an Raum mitgegeben. Bis JCVD bzw. Dolph in die Kamera stieren gibts erstmal eine prima gemachte Entführer der Kinder des sojetische Präsidenten, ein erster (mißglückter) Befreiungsversuch seitens des Militärs und eine Einmann Ausspähmission zu sehen. Lundgren hat gar nur zwei größere Szenen, aber auch Van Damme spielt nur den halben Film mit. Mir ging vor allem schon das Essen rückwärts wieder durch den Kopf, als er in seiner ersten Einstellung bei einem Resozialisierungsprojekt teilnimmt (und bittere Erinnerungen an Kurt Russells Star Force Soldier die Galle hochkletterten), aber dieses blöde Subgenre des von der Tötungsmaschine zum Kuschelbär mutierenden Soldaten wird Gott sei Dank nicht allzu sehr ausgewalzt.
Dafür kann sich die Action sehen lassen. Die Shootouts wirken temporeich und einigernaßen plausibel, einige Härten stellen auch die Seagal Fans unter den Zuschauern zufrieden. Für den direct to DVD dritten Teil eines Actioners, dessen Vorgänger jetzt auch schon 10 Jahre her, kann sich der Film jedenfalls sehen lassen. Wer sich am munteren Statistensterben nicht satt sehen kann, sollte mal reinschauen.
7/10