Der Titel, ein Etikettenschwindel par excellence, ansonsten muß man sich aber über die angebliche Fortsetzung von „American Psycho“ kaum aufregen, genausowenig wie man sich über den Vorgänger begeistern müßte.
Macht sich natürlich gut, wenn man so einen wohlklingenden Namen vor den eigentlichen Titel schrauben kann, aber was übrig bleibt, ist die übliche Videothekenware aus der Slasherabteilung.
Junges, ehrgeiziges und psychopathisches Mädchen will als FBI-Agentin nach Quantico und natürlich gibt’s in irgendeiner gottverlassenen Kleinstadt eine Profileruni, wo man schon mal vorstudieren kann. Karrierebesessen räumt sie alle Gegner und Konkurrenten aus dem Weg, obwohl ihr Geisteszustand deutlich Schaden nimmt.
Das einzige Verbindungsglied zum ersten Film soll die Tatsache sein, daß unsere Kleine dabei war, als AP Patrick Bateman den Löffel abgab, angeblich war sie’s sogar selbst, die es ihm gegeben hat. Dieser Bezug ist fadenscheinig, ebenso wie ihre eigene Psycho unmotiviert, unbegründet und unanalysiert bleibt.
Daß ein Serienkiller noch so studienlike seine Sinne fürs Lernen zusammenhalten kann, wollen wir eh nicht glauben, aber es gibt immerhin einen latenten satirischen Bezug im Off-Kommentar unserer Täterin, die von Szene 1 an klar macht, daß sie letztendlich Erfolg haben wird.
Und obwohl ihre Psyche im weiteren Verlauf deutlich leidet, ist sie in der laaaaaaaaaange vorher erkennbaren Schlußpointe endlich am Ziel ihrer Wünsche. Bis dahin hat sie neben diversen Studenten auch William Shatner um die Ecke gebracht, der selten so fehl am Platz war, als als Profiler auf Rente. Onkel Kirk sind wohlgenährt und mopsig aus und gibt schon nach zwei Dritteln den Löffel ab, war aber eh nur ein geiler Bock. Ja, so sinds, die gängigen C-Charaktere.
Der Härtegrad ist halb so schlimm, aber der Film zaudert sich trotzdem über die Runden und will nicht so recht begeistern, es gibt aber wesentlich Schlimmeres, als diese Mordphantasie. Trotzdem darf das Ergebnis getrost verpaßt werden. (3/10)