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Warum in aller Welt heißt dieser Film "American Psycho 2"? Bis auf die ersten 3 Minuten hat er mit seinem Vorgänger oder gar mit dem Roman von Brad Easton Ellis nichts gemein, außer der Tatsache, dass Rachael auch leicht gestört mit ihrem Erfolgsdruck umgeht. Doch während es in "American Psycho" um die Klassengesellschaft der Yuppies in den 80ern geht, spult diese Direct-to-Video-Klamotte nur das übliche Slasherprogramm aus der untersten Schublade ab, ohne je nur ansatzweise sowas wie Innovation an den Tag zu legen.
20 Tage Drehzeit, ein Budget von 3 Millionen Dollar, zwei blauäugige Autoren und ein Regisseur, der miese "Dawsons Creek"-Folgen inszenierte - Juhu! Beifall! Mehr kann man mit einem Film nicht aufs Maul fallen! Unter einem anderen Titel vielleicht noch grade tragbar, aber als Fortsetzung ein Ärgernis ohne gleichen. Zum Fall William Shatner: Es sieht wirklich so aus, als bräuchte er dringend Geld. Seinen Kirk-Bonus hat er jetzt endlich verspielt, so gelangweilt wie er sich durch diese Schmonzette quält. Also Bill, bitte geh lieber betteln und verschon uns mit weiteren Rollen, die dir niemand mehr abkauft! Ein greiser "Star Trek"-Captain als Womanizer??? Wer das Casting verbrochen hat, sollte lieber umschulen! Einziger Lichtblick dieses trüben Aufgusses ist Mila Kunis, die wenigstens routiniert ein diabolisches und zugleich liebliches Minenspiel beherrscht. Wer jetzt wenigstens kreative und blutige Mordszenen erwartet, wird auch enttäuscht sein. Bis auf die Morde mit einem Kondom und einem Bilderrahmen passiert fast alles im Off oder ist schlichtweg nur lahm. Fabse fordert: BITTE KEINEN 3.TEIL MACHEN!!!!!!

1/10

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