Der etwas naive Festland - Chinese Jun zieht in den 80-er Jahren nach Hongkong, wo er seine grosse Liebe, Qiao(eine wie immer wunderbare Maggie Cheung) trifft, die ihn jedoch zunächst nur als guten Freund sieht.
Die Freundschaft zwischen beiden wächst ständig, gelegentlich schlafen sie auch miteinander, aber immer wieder - die Geschichte spannt sich letztendlich über 10 Jahre - trennen sich ihre Wege und beide heiraten schliesslich jemand anderen.
Während Jun trotzdem immer noch Hals über Kopf in Qiao verliebt ist, scheint sich diese ihren Gefühlen nie so richtig sicher zu sein und so scheint es für diese Liebe lange kein Happy End zu geben...
Das ist die Grundlage für einen traumhaften, ruhig inszenierten Liebesfilm, der mit einem tollen, melancholischen Soundtrack unterlegt ist.
Teilweise wirkt das Ganze wie ein John Woo - Film ohne Gewalt, so sehr schwelgt Regisseur Peter Chan immer wieder in schön fotographierten Musik-Zeitlupen-Szenen, durch die er dem Zuschauer das Gefühlsleben der Verliebten näherbringt, ihn daran teilhaben lässt.
Man muss natürlich anmerken, dass es abseits des Gefühlschaos der beiden Hauptdarsteller kaum etwas Besonderes an diesem Film gibt, aber es ist nunmal eine reinrassige Genre - Arbeit und in dieser Hinsicht zählt "Hongkong Love Affair" zum Besten und Warmherzigsten seiner Sparte.
Sicherlich nichts für Fans von typisch grellem asiatischen Kino, aber letztlich einer der schönsten, "zarten" Liebesfilme, bei weitem nicht immer kitschfrei, auch nicht unvorhersehbar, aber unglaublich sympathisch, (wie so oft bei asiatischen Filmen) Hollywood' schen Romanzen bei der Abbildung echter Gefühle weit überlegen und ein Muss für alle, denen bei den Worten "Liebesfilm" und "langsam inszeniert" nicht gleich das Frühstück wieder hochkommt.
Und Romantiker dürfen sogar noch einen Punkt dazurechnen, zumindest einen halben.