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The Moon Warriors

Fei (Andy Lau) ist ein junger Bursche, welcher in einem kleinen Fischerdorf lebt und als Fischer (was sonst) sein Brot verdient. Eines Tages, er ist unterwegs Bambus zu besorgen, sieht er wie eine kleine Gruppe, von mehreren Samurais, angegriffen wird. Ohne länger darüber nachzudenken eilt er der Gruppe zu Hilfe, so dass sie gemeinsam gegen die Samurais gewinnen können. Nett wie er ist bietet er ihnen an, dass sie sich in seinem kleinen Fischerdorf erst mal ausruhen können. Im Gespräch mit ihnen findet er heraus, dass der Name vom Anführer der flüchtigen Gruppe Yen Ling ist, welcher vom momentanen Potentat, verfolgt wird. Dass dies sein eigener Bruder ist, macht die ganze Sache auch nicht leichter, zumal es sich bei Yen Ling, als 13. Nachfolger, um den rechtmäßigen Erben handelt. Fei hat eine Idee und bringt sie in ein geheimes Versteck, bei dem es sich um ein Mausoleum handelt. Fei wird auch noch um eine weitere Hilfe gebeten. Er soll Yueh, die Tochter eines Mannes, welcher sich in einer Machtposition befindet, zu ihm bringen, da eine Heirat mit ihr, die Möglichkeit für den Anspruch auf seinen rechtmäßigen Platz an der Krone, rechtfertigen würde. Fei und Yueh (Anita Mui) verlieben sich auf der Reise zu Yen Ling ineinander, weshalb sie natürlich gar nicht mehr so sehr von Yens ursprünglicher Idee angetan sind. Dann wäre da noch Hsien (Maggie Cheung), eigentlich die rechte Hand von Yen Ling, aber gleichzeitig auch eine Spionin, von Yens Bruder, mit dem Auftrag Yen selbst zu liquidieren. Doch im Kampf ist die Liebe der größte Gegner, soll heißen sie verliebt sich in Yen und bringt es deshalb nicht fertig ihn zu töten. Es sieht fast so aus, als wenn sich alles zum Guten wenden könnte, doch als Feis Fischerdorf von Yens Bruder und seinen Männern angegriffen wird und dabei viele unschuldige Bewohner zu Schaden kommen, schwört Fei, blutigste Rache!


Ihr mögt solch schwerelosen Filme wie "A Chinese Ghost Story", oder auch "The Bride with white Hair", oder wenigstens die "Swordsman (auch China Swordsman)" - Saga, dann fügt sich dieser Film, nahtlos, in eure Favoritenliste ein, denn viele Merkmale aus den zuvor erwähnten Filmen sind auch bei "Moon Warriors", anzutreffen. Lediglich der typische Fantasy-Einschalg a la "A Chinese Ghost Story" fehlt, sollte aber die Fans nicht abschrecken, denn allein das Erscheinungsjahr spricht Bände über die Qualität des Filmes.

Regisseur Sammo Hung ("Eastern Condors", "Once Upon A Time In China & America") ist bekannt für äußerst intensive Martial Arts-Filme und er hat eine Latte legendärer HK-Filmklassiker auf seinem Konto zu verbuchen. Mit Hilfe von Ching Siu Tung ("A Chinese Ghost Story") der hier für die Action-Regie mitverantwortlich ist, musste ein mit Kampfsequenzen voll gestopfter Film heraus kommen und genau dies passierte auch.

Während die Geschichte ohne die oft üblichen Entgleisungen, in Sachen Comedy, auskommt und auch sehr geradlinig erzählt wird, dient sie im Endeffekt trotzdem nur dazu, die Fights logisch einzufügen. Diese haben es dann auch in sich, die Kämpfer springen, fliegen, rollen und Kung Fu'en, dass es eine wahre Freude ist dabei zuzuschauen, stellenweise natürlich unter Einsatz von Wirework (dafür steht selbstverständlich der Name Ching Siu Tung). Auch ein gewisser Einschlag von intensiveren Gewaltausbrüchen ist zu vermelden, spritzt doch des Öfteren auch mal Blut. Andy Lau ("Running Out Of Time", "A True Mob Story"), als gewitzter Bursche, passt gut in die Rolle, genauso wie Anita Mui als seine niedliche Herzensdame. Maggie Cheung hingegen wirkt ein wenig deplatziert, zu martialisch wird ihre Figur dargestellt, was nicht wirklich zu ihr passt und das obwohl eines der Kampfhighlights zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen ausgetragen wird, welches auch noch schön anzusehen ist. Eindeutige Sympathien solltet ihr für Feis (Andy Lau) guten Freund, den Killerwal, parat halten, denn dieser, obwohl vollkommen lächerlich in die Geschichte eingebunden, soll des Öfteren mit seiner Flosse ausholen und so manch schlagkräftigen Treffer landen.

Alles in allem ein empfehlenswerter Genre-Vertreter der guten alten Zeit und somit für Fans unumgänglich.

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