Review

1996 brachte die Firma Capcom ein Spiel auf den Markt welches zu den besten Survival-Horrorgames ever gehören sollte: RESIDENT EVIL.
Das Spiel überzeugte durch seine sehr interessante Geschichte, düstere, grauenvolle Atmosphäre, schaurigen Soundtrack und seinem sehr hohen Gewaltgrad.
Als 2002 endlich die seit langem ersehnte Verfilmung des Stoffes in die Kinos kam war die Skepsis natürlich groß. Zu hoch schien die Meßlatte, zumal mit Paul Anderson nicht unbedingt die Ideallösung zur Besetzung des Regiestuhles gefunden worden war. Doch was ist nun bei dem Versuch das Game auf die Leinwand zu bringen letztendlich herausgekommen?
Als erstes gilt es festzuhalten das der Film in Sachen Handlung einen anderen Weg einschlägt als seine Spielvorlage, des weiteren verzichtete man Charaktere aus dem Spiel zu übernehmen. Trotzdem wurden (fast) alle wichtigen Elemente des Spieles übernommen. Diese wären: langsam schlurfende Zombies, die Licker, der T-Virus, Umbrella und unsere guten alten Zombiehunde. Worauf man allerdings im Film verzichten muss sind exzessive Gewaltdarstellungen wie sie im zu genüge Spiel vorkamen. Während man im Game genüßlich den Schädel der Untoten mit einer Pumpgun wegpusten konnte reduziert sich nun der Gewaltgrad auf ein paar unbedeutende, unblutige Einschüsse (man musste eben versuchen ein lukratives R-Rating zu erhalten).
Unter diesen Umständen muss man eingestehen, dass noch das Beste aus dem Film gemacht worden ist. Resident Evil überzeugt durch seine düstere Atmosphäre und seine gut in Szene gesetzte Action, auch gibt es eigentlich keine Längen zu beklagen. Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt sehr gut, vor allem Milla Jovovich beweist in der Rolle der Alice, dass sie nicht nur lecker aussieht sondern auch als Schauspielerin Qualitäten besitzt.
Der musikalische Beitrag kommt von Marilyn Manson, der es schafft den einzelnen Szenen die passende musikalische Untermalung zu geben (was nicht unbedingt zu erwarten war). Fans des Games werden mit Sicherheit die Orchesterklänge vermissen, diese hätten aber nicht immer zum Film gepasst, da er in einigen Stellen ein erhöhtes Tempo vorgibt.
Eine gute Idee des Filmes ist die Erfindung "Red-Queen", durch sie bekommt der Zuschauer eine halbwegs nachvollziehbare Erklärung für den Tod des gesamten Forschungspersonals zu Beginn des Filmes, des weiteren klärt sie im weiteren Verlauf den unwissenden Zuschauer über den T-Virus auf.

Insgesamt kann man Resident Evil als durchaus gelungen betrachten. Natürlich ist das, was man hier geboten bekommt nicht mit Zombiefilmen a la' Romero zu vergleichen. Resident Evil ist eben ganz klar modernes Popkornkino, zugeschnitten für ein jüngeres Publikum mit dem einzigen Anspruch für 96 Minuten zu unterhalten, und das schafft der Film auch. Deswegen gebe ich gute 9 von 10 Punkten

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