Ich habe damals das Spiel mt Faszination gespielt. Und somit habe ich auch das Spiel und seine ausgefeilte Atmosphäre blöder Weise im Hinterkopf gehabt, als ich mich neugierig vor den Bildschrim hockte. Aber das war ja wohl nix.
Kurz gesagt: Man hat die steile Vorlage nicht genutzt und von Spannung findet sich hier nicht das Geringste. Resident Evil der Film präsentiert sich als billiges Hochglanzfilmchen, dass von einer leblosen Machart ist. Und wer hat eigentlich die Idee gehabt, Milla Jovovich eine Hauptrolle zu geben? Man, man, man!
Dabei wäre eine spielnahe Umsetzung gar nicht so aufwändig gewesen. Wer sich noch an den Vorspann des ersten Spiels erinnert, der erinnert sich an ein kurze Einführung, die mittels eingeblendeten Zeitungsberichten über Leichenfunde und verschwundene Personen im Wald berichtet. Die Möglichkeit, den Film über diesen Weg einzuleiten, um nach und nach die Machenschaften des Konzerns durch Protagonisten aufdecken zu lassen, wird vollkommen außer Acht gelassen. Dadurch gibt es keine Spannungsschraube. Man sieht nur einen technokratischen Fremdapparat, der hightechmäßig daher kommt und nicht interessiert.
Den gröbsten Schnitzer leistet sich der Film aber in der lapidaren Weise, die Zombies einzubetten. Für mich war Resident Evil ein Zombie-Action-Spiel, dass in einem düsteren Haus in einem dunklen Wald spielt und sich langsam in die Labortrakte vertieft. Der Film lässt sich aber keine Zeit für derartige Dinge und kommt als überladenes Optikfilmchen daher, das weder durch die Story, noch durch die Inszenierung zu überzeugen weiß. Und so langweilt man sich durch die Umsetzung eines legendären Videospiels, dass als perfekte Mischung zwischen Spiel- und Filmelementen funktionierte und von der Verfilmung in seinen Besonderheiten komplett ignoriert wird. Sehr schade, denn es hätte auch ein simpler aber atmosphärischer Zombiestreifen daraus werden können.
Abgesehen vom Videospiel wirkt der Film dabei auch noch nach einer billigen Studioproduktion, die eigentlich nach direct-to-DVD schreit.