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Sehr amüsantes Caper-Movie um eine Handvoll Gauner, die in ein bestens gesichertes Museum in Istanbul einsteigen wollen, um einen mit Smaragden verzierten Dolch zu klauen. Denn Elizabeth Lipp (Melina Mercouri), die Chefin, ist ganz geil auf Smaragde. Sie ist auch ganz geil auf Männer, ist sie doch eine Nymphomanin. Ihr alter Freund Walter Harper (Maximilian Schell) übernimmt die Planung. Da der Verdacht sofort auf die einschlägig vorbestraften Profis fallen würde, beschließt er, mit Amateuren zu arbeiten. Mit dabei sind somit das Elektronikgenie Cedric Page (Robert Morley), der Kraftmensch Hans Fisher (Jess Hahn), der Zirkusartist Guilio (Gilles Ségal) & schließlich, gezwungenermaßen, der "Schlemihl" Arthur Simpson (Peter Ustinov), der allerdings gleich ins Visier des türkischen Geheimdienstes gerät, was die Sache natürlich verkompliziert.

Das Gaunerstück von Jules Dassin beinhaltet alles, was man sich von so einem Film erhoffen darf. Ein spielfreudiges Ensemble, dem, obwohl sie Verbrecher sind, die Sympathien gehören. Der raffinierte Coup wird von der Idee über die Planung bis zur Ausführung geschildert, wobei der Einbruch selbst verdammt spannend inszeniert ist. Der edel fotografierte Streifen erfreut mit viel türkischem Flair, was dem Ganzen eine hübsch exotische Note verleiht. Der Einstieg ist herrlich verspielt, da durchbricht die charismatische Elizabeth gleich mal die vierte Wand, wenn sie direkt zum Publikum spricht. "Ich bin eine Diebin. Ehrenwort!" Das etwas überraschende Ende hat mir ebenfalls sehr gefallen, das rundet den Film auf eine schelmische Weise gut ab.

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