Friedhelms Leben ist langweilig, denn er gammelt meistens auf seinem Balkon rum oder durchwandert die Straßen mit seinem besten Kumpel Suff. Doch eines Tages findet er ein Buch, das ihn in eine Fantasywelt beamt. Dort herrscht Unruhe – das Nichts, ein bösartiges Wesen, will den einen Ring stehlen, um mit dessen Hilfe allen Witz aus der Welt, die sich Titelerde nennt, zu saugen. Zusammen mit seinen Gefährten, dem Menschen Augeimdorn, dem Elben Playmobillas und dem Zwerg Schimli macht sich Friedhelm als „Auserwählter“ auf den Weg um das Nichts aufzuhalten…
Man will und kann der ambitionierten Truppe dieses kleines Amateurfilmchen gar nichts übel nehmen, auch wenn am Ende sein Filmtitel alle Ehre gemacht wird. Denn die Unlustige Geschichte ist bisweilen, auch aufgrund seiner durchaus liebevollen und mit Herzblut gefüllten Inszenierung durchweg unlustiger Klamauk. Das fällt anfänglich schon durch die selten doofe Charakteristik der beiden Freunde Suff und Fried(t)helm auf, wobei Suff nicht dauerstrack sondern dauerbekifft ist, und Friedhelm, der baldige Eretter gegen eine Straßenlaterne läuft. Ein bleibender ernüchterner Eindruck, aufgrund Trashhumors, der sich durch die nächsten 20 Minuten durchreiten wird. Doch bis Friedhelm den einen Ring aus dem Schloss Hogwarts klauen kann, muss er sich dem Nichts entgegenstellen. Zugegeben, die Wortspiele mit dem tollen Wort "Nichts" sind da noch das witzigste an der ganzen Sache, schliesslich kommt es in gewissen Dialogen zu ein wenig Unverständnis gegenüber gewisser Nichtigkeit. Was solls, gelacht hab ich nicht, aber zumindest kann man den durchweg sehr jungen Machern (14-18 Jahre ca.) nicht vorwerfen, das ganze nicht durchdacht zu haben. Belanglos ist der Film allemal, als tricktechnisch überdurchschnittlich kann man das schon bezeichnen, vorallem wenn wir zb. desaströse Werke von Taubert, Schnaas etc. betrachten.
Fazit:
Hobbyamateurfilm mit Herzblut und vielen guten Ideen, die aufgrund lahmen Actings durchweg als arg unlustiger Klamauk zünden. Durchweg kleine Amateurproduktion junger Filmfans, die man schnell vergisst.
47%