Literaturagent Jack McCall ist nicht nur fürchterlich geschwätzig, sondern nimmt es dabei auch mit der Wahrheit nicht sonderlich genau. So textet er potentielle Neu-Kunden ohne Luft zu holen derart zu, dass er sie locker über den Tisch ziehen kann. Doch bei New Age-Guru Dr. Sinja gerät er an den Falschen. Denn der durchschaut Jacks Treiben und belegt ihn mit einem Fluch. So wächst in Jacks Garten ein Baum, der bei jedem Wort von Jack ein Blatt verliert. Schnell wird Jack klar, dass mit dem letzten Blatt sein Leben zu Ende sein wird.
Ausgerechnet mit Eddie Murphy einen Stummfilm zu drehen, scheint auf den ersten bis dritten Blick jetzt nicht unbedingt die beste Idee zu sein, da seine Schnodderschnauze im Grunde ja seine beste Waffe ist. Aber nachdem sein persönliches Schicksal an einen Baum mit tausend Blättern verknüpft wurde, bleiben ihm nur ebenso viele Worte bevor er sonst sterben müßte. Gemeinerweise gilt das nicht nur für gesprochene, sondern auch für geschriebene Worte, was eine normale Kommunikation ziemlich erschwert. Im Grunde hat das aber nur den Zweck das Murphy seine Gestik und Mimik trainieren muß, als sich das Blätterdach doch stark zu lichten anfängt. "In Schweigen liegt Wahrheit" ist dabei nicht nur das Motto des Gurus, sondern auch notgedrungen die neue Philosophie des Plappermauls McCall, was nicht nur die tägliche Kaffeebestellung erschwert, sondern auch sich auf Job und Familie auswirkt.
Die Idee ist im Grunde ganz charmant, wenn auch von einem Film aus den 50er Jahren abgekupfert, dessen Titel mir aber entfallen ist, als eine sehr kranke junge Frau ihr weiterleben davon abhängig machte das trotz Schneetreibens das letzte Blatt eines Baumes überlebte. Der Stoff ist dabei stark seinem Hauptdarsteller zugeschustert, der das auch recht amüsant hinbekommt. An der Kinokasse erlebte der Film allerdings einen ziemlichen Schiffbruch. Angeblich wurde Noch tausend Worte ja sogar schon 2008 gedreht und lag ein paar Jahre bei Paramount im Keller. Dabei ist die Komödie gar nicht mal so übel, zumindest aber nicht schlechter, als das was Murphy so in letzter Zeit so produziert hat.
6/10