Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 31.03.2014

Wenngleich man um den Aufbau und Ausgang einer solchen Sonntagnachmittagskomödie normalerweise schon vor dem Drehbuchautoren weiß, haben sie aufgrund ihrer ungewöhnlichen, abstrakten bzw. bildhaft zu interpretierenden Prämisse doch manchmal noch einen kleinen Reiz an sich. So wie Jim Carrey in „Der Dummschwätzer“ nur noch lügen bzw. in „Der Ja-Sager“ nur noch ja sagen und nicht mehr ablehnen konnte, spielt Eddie Murphy in „Noch 1000 Worte“ das Plappermaul, das sich auf einmal im goldenen Schweigen üben muss – und damit auf seine Glanzzeiten in den 80ern an, als ihm in Sachen Small Talk keiner das Wasser reichen konnte.

Dem Baum und seinem mythischen Kontext, der ein wenig an Murphys „Der Guru“ erinnert, kann man immerhin eine grundsätzliche Originalität zusprechen, leider rettet das nicht viel – zu stark ist der Einfluss des schablonenhaften Skripts, das vorhersehbar seine Bahnen läuft und dadurch zu Tode langweilt, auch wenn das unerbittliche Fallen der Blätter einige Möglichkeiten bietet, mit der Pace zu spielen, was zumindest zaghaft genutzt wird. Trotzdem eine fahle Vorstellung, die nur ein Schatten des 80er-Jahre-Murphy ist und sich damit unauffällig in die lange Reihe der vorangegangenen Rohrkrepierer stellt.

*weitere Informationen: siehe Profil

Details
Ähnliche Filme