Oh Mann, was für eine Schlaftablette!
Es ist ja nichts gegen den Versuch das Zombie/Viren-Thema einmal aus einer anderen Perspektive an zu gehen, ein zu wenden. Hat bei REC ja auch funktioniert. Im Falle von The Dead Outside, der Versucht die Geschichte aus der Sichtweise zweier Charaktere zu erzählen die sich vor der Epidemie in einem Landhaus zu verstecken und dabei so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen, geht es, gelinde gesagt, voll in die Bücks. Denn Regisseurin Mullaney begeht zwei drastische Fehler. Erstens sollte bei einem Film, der diese Thematik besitzt immer eine Atmosphäre der ständigen (oder besser: wachsenden) Bedrohung vorherrschen. Er kann ja gerne einen ruhigen Erzählstil aufweisen. Aber trotzdem darf der Betrachter niemals das Gefühl verlieren sich in einem Zombiefilm zu befinden in dem man ständig mit einem Angriff rechnen muss. Und zweitens: Wenn man schon ein Charakter/Darsteller-bezogenes Horror-Drama schaffen will, sollte man zumindest auf halbwegs talentierte Schauspieler zurückgreifen. Und nicht wie in diesem Falle einen männlichen Part, der maximal drei Arten von Mimik beherrscht und einem weiblichen, dem es ähnlich ergeht, außer das sie noch das Talent besitzt ihre Augen weit aufzureißen um Pseudo-Aggressiv aus der Wäsche zu schauen und den Film-Fan ganz gehörig ab zu nerven. Und zwar so sehr, dass dieser sich immer wieder bei der Frage erwischt, warum der Torte nicht mal jemand ganz gewaltig einen an die Ohren haut.
So kann ich diesen britischen Genre-Beitrag leider keiner Zielgruppe empfehlen. Nicht einmal den Protest-Guckern.