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Ali G ist ein Rapper in einem Vorort von London und als das Gemeindezentrum, in dem er Rap-Unterricht gibt geschlossen werden soll, kommt er schließlich in die Politik und soll zum Sturz des Premierministers benutzt werden.
Die Story ist, wie sollte es bei einem Film von Sascha Baron Cohen auch anders sein, niveaulos und flach. Ursprünglich war Ali G als satirischer Blick auf die Hip-Hop-Szene gedacht, doch in diesem Film bleibt der Sarkasmus leider eher auf der Strecke. Tiefe gibt es natürlich überhaupt nicht und Ali G ist, wenn auch absichtlich, sehr klischeehaft konstruiert.
Die Umsetzung ist besser. Der Film läuft schnell an und entwickelt früh einen soliden Unterhaltungswert, wenn man denn geistig auch Durchzug schalten kann. Der Mittelteil kann durch billigen Klamauk und sexistische Witze gut unterhalten, wenn man denn über die Fäkalwitze hinwegsehen kann. Das Ende wird dann noch einmal ein bisschen lustiger, aber gleichzeitig noch dämlicher. Alles in allem ist der Film unterhaltsam und amüsant, mehr aber auch nicht.
Die Filmmusik ist natürlich sehr modern und besteht passend zur Hauptfigur zum Großteil aus Hip-Hop, was aber zum Film passt. Die Kulisse ist mittelmäßig und natürlich kann keine sonderlich gespannte Atmosphäre aufgebaut werden. Wie es im Hip-Hop-Genre üblich ist, wird auch in diesem Film viel nackte Haut gezeigt, das Niveau geht endgültig verloren, aber der Unterhaltungswert und der optische Reiz steigen sicherlich.
Sascha Baron Cohen spielt sehr gut und zeigt, dass er sich im Laufe der Ali G Show weiterentwickelt hat und verteidigt damit seinen Ruf als britischer Kult-Comedian. Er hat einen kurzen Gastauftritt als Borat, dem er ja auch noch einen Film widmete. Die übrigen Nebendarsteller sind eher mittelmäßig.
Zusammenfassend ist "Ali G Indahouse" eine unterhaltsame Komödie, die Klamauk der dämlichsten Sorte und einen starken Sascha Baron Cohen bieten kann.

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