Vampire in Gefahr
Blade ist schon seit einiger Zeit auf der Suche nach Whistler, der von Vampiren entführt und künstlich am Leben gehalten wurde. Schließlich spürt er ihn in der Ukraine auf und verwandelt ihn zurück in einen Menschen.
Dann aber kommt unerwarteter Besuch, denn Abgesandte des Dunklen Rats suchen Blade auf und bitten ihn um Hilfe, da für die Vampire eine neue Gefahr in Form der Reaper besteht. Diese mutierten Vampire laben sich nicht nur an Menschen, sondern auch an gewöhnlichen Vampiren und infizieren ihre Opfer so, dass diese selbst zu Reapern werden.
Blade ist bereit zu helfen und geht zusammen mit der "Bloodpack" getauften Spezialeinheit auf Reaperjagd.
Der coole Daywalker mit der Sonnenbrille ist zurück für seinen zweiten Einsatz und bekommt es mit neuen, viel stärkeren Feinden zu tun. Davon abgesehen hat man am Erfolgsrezept des Vorgängers nicht viel geändert, sprich es werden immer noch reihenweise Vampire und Reaper vernichtet - mit dem gleichen CGI-Effekt - garniert mit kackigen Onelinern.
Blut kommt gefühlt etwas weniger zum Einsatz, dafür wurde der Actionanteil doch recht drastisch erhöht, so dass es nur wenige ruhige Momente zwischen den zahlreichen Kämpfen gibt.
Diese werden mit allerlei Ballermännern und Nahkampfwaffen ausgefochten und sehen optisch noch ein wenig spektakulärer aus als im Vorgänger, was ihnen auf der anderen Seite aber auch einen leicht künstlichen Touch verleiht.
Prinzipiell ist das jedoch nicht schlimm, da eine Comicverfilmung gerne übertrieben wirken darf und nicht zwangsläufig realistisch sein muss. Womit wir auch schon bei Whistlers Rückkehr wären. Ich finde seinen Charakter sehr sympatisch, dennoch ist es fragwürdig, warum er im zweiten Teil wieder auftaucht, wo er sich doch ganz eindeutig den Gnadenschuss gegeben hat. Auch wenn man seinen Selbstmord nicht sieht bleibt über seinem erneuten Auftauchen ein kleines Fragezeichen.
Andererseits käme es dann nicht zu den witzigen Wortgefechten zwischen ihm und Blades neuen Assistenten Scud. Die beiden kommen nicht nur aus verschiedenen Generationen, sondern können sich anfangs überhaupt nicht riechen, was dem Film einen gewissen Buddymovie-Charakter verleiht.
Der Soundtrack orientiert sich ebenfalls am Vorgänger und bietet vorrangig Techosongs, die das hektische Geschehen zwar treffend untermalen, auf Dauer aber auch ein wenig eintönig wirken.
Alles in Allem ist Blade 2 aber eine der seltenen Fortsetzungen geworden, die das Niveau des ersten Films nicht nur konsequent halten, sondern phasenweise auch übertreffen kann. Somit gehört auch der zweite Teil der Saga definitiv in die Sammlung von Horror und Comicfans.