Review

Alaska, ein 17jähriges Mädchen wird erschlagen auf einer Müllkippe aufgefunden. Al Pacino ist der erfahrene Cop, Hillary Swank als junge aber engagierte und eifrige Polizistin und Robin Williams als mordender Schriftsteller. Klingt gut, ist es aber nur teilweise. Leider!

Wir befinden uns in Alaska. Es ist kalt, neblig und trostlos. Nachts wird es nie dunkel und auch sonst ist hier nicht viel los. Die Stimmung der Location ist toll eingefangen. Wir fühlen uns als ob wir wirklich dort wären.
Die Darsteller machen ihre Sache auch nicht gerade gut. Al Pacino, als resignierter Cop, der im Laufe des Films immer mehr an Schlaflosigkeit leidet, spielt sicher sehr gut, seine Schauspielleistung ist super, für diesen Film ist er aber nicht die Idealbesetzung. Genauso wenig wie Robin Williams, der taugt hier als Bösewicht überhaupt nicht, in „One Our Photo“ war er als blondierter Psycho wesentlich besser. Einzig richtig besetzt ist Hillary Swank, ihr habe ich die Rolle voll und ganz abgenommen.
Leider hat der Film zu viele Längen, er ist zu Dialog überlastet, nicht das ich etwas gegen Dialoge hätte, aber hier sind sie zu oft unpassend eingesetzt.
Kommen wir zum großen Schwachpunkt des Films, der Spannung. Leider kommt sie sehr selten auf. Wenn der Streifen mal in Fahrt kommt bricht der Spannungsbogen zu schnell ab.
Abgesehen vom Schluss war der Rest so wirklich toll nicht.
Sehr gut haben mir die Kameraeinstellungen gefallen. Jede Szenerie war gut umgesetzt und ins richtige Licht gebracht. Vor allem die Einstellungen wo Pacino unter seiner Schlaflosigkeit leidet sind perfekt inszeniert.

Einige gute Ideen gibt es doch. Der Regisseur lasst gut und böse aufeinander treffen und miteinander sprechen. Was viel versprechend anfängt endet schlichtweg in Langeweile, welch eine Verschwendung.
Der stärkste Moment in diesem Film gehört Al Pacino, als er gegen Ende von einem Fall erzählt, wo er falsche Beweiße streut um einen Täter zu überführen, sehr stark gespielt.
Die Idee, wie weit man als Polizist gehen darf ist perfekt inszeniert, mit Hilfe von nur einem Schauspieler der einfach eine Geschichte erzählt und alles in Frage stellt, genial.

Das Ende wiederum ist gelungen, es ist spannend inszeniert und macht einiges wieder gut was man bis dahin aufs schmerzlichste vermisst hat.
Robin Williams punktet hier gewaltig, leider etwas spät in meinen Augen.

Fazit:

Was sich viel versprechend anhört erfüllt leider nicht die Erwartungen. Wenn wir eine teilweise andere Besetzung gehabt hätten und mehr Spannung, hätte hier etwas Großes entstehen können.
An Ideen hat es jedenfalls nicht gemangelt.

5/10

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