Review
von Vril-Mann
Der routinierte Mordkommissar Dormer reist mit seinem Partner nach Alaska, um dort in einem Dorf den Mord an einem 17-jährigen Mädchen zu untersuchen. Als sie dem Mörder eine Falle stellen, kommt es zu einer Verfolgungsjagd im dichten Nebel und Dormer erschießt versehentlich seinen Partner. Er versucht den Vorfall zu vertuschen, doch da in der Gegend niemals die Sonne untergeht, kann er nicht schlafen und so gerät ihm die Situation mehr und mehr außer Kontrolle.
Ein raffinierter Kriminalfilm, der mit Spannung und Atmosphäre, vor allem aber mit ausgezeichneten Darstellern überzeugt, die den größten Anteil am Gelingen des Films ausmachen. Nolan liefert hier zwar kein so experimentelles Meisterwerk wie „Memento“ ab, doch man merkt, dass er sein Handwerk versteht, und somit erhebt sich „Insomnia“ deutlich über den Durchschnitt vergleichbarer Genrefilme. Die Folgen von Dormers Schlafentzug werden dem Zuschauer subtil, aber äußerst wirksam spürbar gemacht, was nicht nur dem exzellenten Schauspiel Pacinos zu verdanken ist. Die Thematik ist vielleicht nicht für jeden interessant, doch wer Krimis und Thriller mag, sollte diesen Film nicht verpassen. Innerhalb seiner trivialen Genregrenzen auf jeden Fall ein beachtliches Werk – Kriminalunterhaltung auf gehobenem Niveau.