Review

Wer das Original kennt, wird wissen, dass es ein durch und durch skandinavischer Film ist, spröde, etwas anstrengend, aber interessant und gut. Ein Remake der gleichen Story in Hollywood dürfte daher auf den ersten Blick den üblichen Gang eines US-Remakes gehen: Lauter, schneller, schlechter...
Denkste!
Da hat man die Rechnung nämlich ohne Christopher Nolan gemacht, ein Mann, der einfach weiß, was er tut.

Doch Vorsicht: Anfangs wirkt die Story tatsächlich wie ein bißchen Hollywoodtechnisch aufpoliert und es wirkt ein bißchen wie lauter, schneller, größer.
Im Verlauf des Filmes verändert sich diese Wahrnehmung aber glücklicherweise, und es entwickelt sich eine Dynamik, die der ohnehin schon originellen Handlung des Originals einen weitere sehr interessante Faceete hinzufügt, und daher auch letztendlich dem Original fast überlegen wird.

Dies wird jedoch nicht ganz erreicht, was auf zwei absolute Schwachpunkte zurückzuführen ist:

1. Das Ende wird viel zu dramatisch aufgetragen, mit einem ach so verdienten ende für den Protagonisten, dass man fast lauthals Cpt. Kirk in Star Trek 2 zitieren möchte, nur statt "KHAAAAAAN!!!" möchte man "HOLLLYYWWOOOOOOODDD!!!" schreien. Ich denke mal, hier konnte sich Christopher Nolan noch nicht so durchsetzen, wie er es heutzutage wohl könnte. Sei es drum, schlecht wird der Film dadurch nicht, nur zu konventionell.
2. Die ach so namhafte Besetzung, allen voran Al Pacino: Der Mann war früher so gut, es war eine Wonne ihm zuzuschauen, hier ist er nur ein Schatten früherer Tage, da ist die Originalbesetzung um Klassen besser. Auch Robin Williams und Hillary Swank spielen, als würden sie einer Laientruppe angehören.

Ansonsten eigentlich ein Film, der vollkommen als komplemenatär zum Original angesehen werden kann, der zwar storytechnisch sogar besser ist (man höre und staune, sowas soll es geben!), aber leider durch die Hollywoodvorgaben und den schlecht aufgelegten Darstellern in Mitleidenschaft gezogen wird.

7 Punkte (mehr wäre drin gewesen)

Details
Ähnliche Filme