„Halloween VII – H20“ lief gut in den Kinos und die Produzenten sahen die Chance noch mehr Asche mit Herrn Myers zu machen. Grund genug also sich nach unzähligen Titeländerungen und potentiellen Regisseuren endlich festzulegen und mit Rick Rosenthal sogar einen alten bekannten („Halloween II“ ) ans Set zu holen. Nicht die schlechtesten Grundvoraussetzungen für „Halloween – Resurrection“.
Wie sollte es auch anders sein. Nach dem Rüber runter Finale aus Teil VII, stellt sich nun heraus, das der gute Michael ein Superbrain ist und seinen Tod unter genialen Umständen nur vorgetäuscht hatte. Von daher wundert es nicht, dass er zuerst endgültig seiner Schwester Laurie (tatsächlich noch einmal Jamie Lee Curtis, die hier wohl eine Wettschuld einlöst) in der Klapse auflauert, um später Richtung Haddonfield zu flitzen, um dort einer Gruppe Volldeppen, die für die obercoole Internet Show Dangertainment das olle Myers Haus erforschen soll, nachstellt.
Ach ja, so ist das mit den Fortsetzungen – schlechter geht immer. War der siebte Teil durchaus nett anzusehen und bot an sich ein finales Ende, musste man mit diesem Aufguss wieder alles zerstören. So ist Resurrection (welch origineller Titel) trotz der stimmungsvollen ersten viertel Stunde, die allerdings nix mit dem eigentlichen Film zu tun hat, eine reine Qual. Die Schauspieler sind dumm wie Brot und dermaßen unsympathisch, dass man es gar nicht abwarten kann bis Michael das Buttermesser kreisen lässt.
Die Big Brother Variante von Halloween klingt dabei ja wenigstens halbwegs frisch, wurde aber todlangweilig runtergekurbelt. Während Michael lethargisch durch die Bude schleicht hüpft, fällt und springt in jeder zweiten Szene irgendein Firlefanz aus der Ecke, der dem Zuschauer natürlich einen Schrecken einjagen soll, was aber dermaßen auffällig umgesetzt wurde, dass der siebte Sinn schon fünf Minuten vorher klingelt. Die Handlung tritt ordentlich auf der Stelle und der Subplot mit der Kiddie Partie, als finale Online Retter ist aufschreiend dämlich. Natürlich darf ein schwarzer Rapper nicht fehlen, der cool as fuck durch die Handlung flucht. Erwischt hat es hier Busta Rhymes, der mit ätzenden Sprüchen und ein wenig Anti KungFu auf sich aufmerksam macht und zeigt, dass die Schauspielerei nicht so sein Ding ist. Immerhin muss er sich da nicht verstecken, denn auch die übrige Cast, inklusive Model Tyra Banks, die hier übrigens fleißig Sprühsahne und Süßes in sich reinpfeift!!!, ist im unteren Schauspielbereich anzusiedeln.
Bleibt also nur der Gore. Der ist zwar in diesem Teil wieder vermehrt aufzufinden ist, aber alles andere als sauber inszeniert wurde. Von daher wird nur 08-15 Stangenware präsentiert, mit brauchbarer Score aber wenig Atmosphäre. Zum Showdown verliere ich lieber keine Worte. Gähn.
Fazit: Überflüssige Fortsetzung, die auch dem „Halloween“ Fan viel Sitzfleisch abverlangt. Bitte nicht von dem guten Cover des Films abschrecken lassen und zum Glück war dies der letzte Streich der Reihe, bis Rob Zombie sein gelungenes Remake auf die Horrorfans losließ.