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Sieben Jahre nach seinem Kultschocker "I Spit on Your Grave" meldete sich Regisseur Meir Zarchi mit diesem NY-Drama zurück und man durfte schon ein wenig gespannt sein, was wohl dabei herauskommen würde... Ganz ehrlich hat man während des gesamten Filmes das Gefühl, dass sich Zarchi dazu gezwungen sah, etwas gewollt Anspruchsvolles abliefern zu müssen, um sich im Filmgeschäft irgendwie zurück ins Spiel bringen zu können...

Leider enttäuscht "Don´t Mess with my Sister" (OT) auf der ganzen Linie: Heraus kam eine zähe Soap über Schuld und Sühne im Big Apple, der einmal mehr als Sumpf und Moloch dargestellt wird. Von der einstmaligen Intensität seines Erstlings keine Spur, bietet dieses Drama nichs als uninteressante Dialoge in einer nichtssagenden Story an. Highlighs oder gar Verstörendes sucht der Zuschauer vergeblich. Viel eher war Zarchi wohl fast schon darum bemüht, etwas Familientaugliches oder zumindest Mainstream-konformes oder wenig Anstößiges auf die Beine zu stellen.

Mittlerweile dreht der Mann ja ein Sequel oder Reboot nach dem anderen seines berühmten Kulthits. "Don´t mess... " sollte hingegen wohl sowas wie ein gescheiterter Comeback-Versuch sein. Dabei ist es komplett witzlos, diesem Erguss von 1985 irgendwie folgen zu wollen, weil der Streifen weder fesselt noch fasziniert. Die Atmosphäre ist Video-Style, die Darsteller sind allenfalls durchschnittlich. Am Ende ist man so schlau als wie zuvor.

Ingesamt betrachtet rangiert dieses Werk auf dem Niveau eines TV-Dramas, wenn man Pilcher und Co. mag. Oder anders ausgedrückt: "I Spit... " war der Kracher, "Don´t mess... " ist der Schuss in den Ofen. Erreichte nie einen größeren Bekanntheitsgrad und das zurecht. Nach dem Schocker folgte Belanglosigkeit pur.

3 von 10 Punkten.

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