Ach, Uwe, ach. Schaut man sich so die Bewertungen und manche Kritiken an, so könnte man wirklich den Eindruck bekommen, dass Uwe Boll tatsächlich einen "guten" Film gemacht hat. Irgendwie scheint Dr.Uwe Boll aber schon derart viel schlechte Filme gemacht zu haben, dass die Leute nicht mehr "sau-schlecht" von "schlecht" unterscheiden können und den "schlechten" gleich als gut abstempeln. Aber der schlechteste Regisseur unserer Zeit hat auch mit Darfur wieder seinen Namen alle Ehre gemacht. Zwar handelt es sich hierbei diesmal nicht um eine Videospielverfilmung, doch was will das schon heißen? Hier nimmt Dr. Uwe Boll dafür ein Thema, was er derart mit Füßen tritt und so sehr in den Schmutz zieht, dass ich einen Boykott dieses Film, in diversen Ländern, absolut befürworten würde. Diesmal nimmt sich Uwe Boll das Thema Afrika vor und die schlechte Lage dort, besonders im Sudan und der Konflikt zwischen den Schwarzafrikanern und den terroristischen Arabern. Ein Journalisten-Team reist in ein kleines verlassenes Dort namens Darfur und interviewt sämtliche schwarz-afrikanische Einheimische. Viele der Frauen wurden geschändet, viele Kinder ermordet und viele Männer zu Tode gequält. Als die Truppe schon dabei ist, das Dorf zu verlassen sehen sie vom weiten, dass die Araber vor haben, dass Dorf anzugreifen. Schaffen sie es noch rechtzeitig, das Dorf vor den Terroristen zu erreichen? Nun bis hier hin war der Film eigentlich gar nicht so übel, doch was dann folgt ist einfach eine Aneinanderreihung von widerlichen Perversitäten, die sogar in "Hostel" harmloser waren. Uwe Boll nutzt dieses schwerwiegende Thema total aus, um daraus einen plumpen Splatter-Torture Film zu machen, der nur für Leute gedacht ist, die bei einem besonders hohem Gewaltgrad, einen besonders großen Ständer bekommen. Das mag jetzt etwas hart klingen, doch spätestens wenn man die Dritte völlig lang-gestreckte Vergewaltigungsszene (ohne dabei so stilvoll zu wirken wie in Irreversibel) geboten bekommt, die nächsten erschossenen Kinder sieht oder ein Säugling, dass auf einem Zaunpfahl aufgespießt wird, sollte jeder Normaldenkende begriffen haben, dass dieser Film nur für Splatter Fans gemacht worden ist, ohne dabei sinnvoll dieses grausame Thema aufzugreifen. Es klingt zwar bei einem Uwe Boll Film beinahe unglaubwürdig, doch dieser Film hatte durchaus Potenzial. Hätte man hier ordentliche Schauspieler benutzt (hier bekommt man beinahe die "Creme de la Creme" der "gefallenen Schauspieler" geboten), den ganzen Film nicht nur auf Gewalt und Brutalität ausgelegt, einen Kameramann gehabt, der seinen Job versteht und vor allem einen "richtigen" Regisseur genommen, hätte aus "Darfur" ein richtig ordentlicher Streifen werden können. Somit kann ich keinerlei Empfehlung für dieses widerliche Werk aussprechen. Ich könnte es wie gesagt absolut nachvollziehen, wenn Afrika zum Boykott dieses abartigen Werkes aufrufen würde.
Fazit : Mag sein, dass dieser Film der bisher beste Uwe Boll Film ist. Trotzdem ist der Film unterirdisch und wirkt wie eine Schlacht-Orgie. Hier hat eigentlich nur noch Sylvester Stallone als John Rambo gefehlt. Tja, nicht jedes blinde Huhn findet auch wirklich einen Korn. 2,5/10