Inhalt:
China, in einer sehr frühen Epoche. Im Kampf gegen den verbrecherischen "Red Lotus"-Clan, der ein Kloster okkupierte, und deren Kämpfer als falsche Mönche auftreten, widerstand das junge Paar.. Gui Wu (Wang Yu) und Lianzhu (Chin Ping).. dank der Hilfe der rotgewandeten "Scarlet Maid" (Ivy Ling Po).
Gui Wu ist nunmehr überzeugt, dass die Familie seiner Braut integer ist!
Nunmehr will Gui Wu endlich Rache an den Mördern seiner Familie nehmen, doch auch die "Red Lotus"-"Mönche" und deren Spitze (Lee Wan-Chung, Wong Ching Ho, Feng Yi) will das Paar endlich in ihre Hand bekommen.
Sie locken das Paar in eine Falle, und Lianzhu kann gefangen gesetzt werden, während Gui Wu die Flucht zur Familie seiner Partnerin gelingt.
Lianzhu wird in der "Library of Scriptures" des Red-Lotus-Tempels gefangen gehalten..., diese ist mit etlichen, tödlichen Fallen bestückt.
In der Erwartung, dass der ganze Clan der jungen Frau diese zu befreien gedenkt, hoffen die Red-Lotus-Kämpfer die gesamte Familie Lianzhu´s auslöschen zu können.
Gui Wu erreicht die Clan-Oberhäupter, Gan Lung (Tien Feng) und ´Grandmother´ (Li Ming), doch ist Gui Wu in Ungnade gefallen, und wird gefangen gesetzt.
Erst wird der Kämpfer Tu Chuang (Lo Lieh) entsendet, Lianzhu freizusetzen, doch er scheitert, und wird getötet...!
Die Familie Lianzhu´s will diese nunmehr befreien..., in der "Library of Scriptures" verliert der Clan etliche Mitglieder. Doch das jüngste Mitglied des Clans, Xiaoling (Petrina Fung Bo Bo), sie wird zur wichtigen Stütze in diesen dramatischen Momenten.
Schließlich erreicht auch Gui Wu den Ort des Geschehens, tötet etliche Red-Lotus-Schergen, doch wurde Lianzhu bereits von der Red Lady "Scarlet Maid" befreit...!
Derweil wurde die verlassene Residenz der Familie Lianzhu´s von den Red-Lotus-Kämpfer niedergebrannt.
"Scarlet Maid" und Lianzhu erreichen den Red-Lotus-Tempel..., hier muss es zum endgültigen Show-Down kommen..., die "Scarlet Maid" fordert das Oberhaupt (Ching Miu) des Tempels zum Kampf auf Leben oder Tod...!
Werden Gui Wu und Lianzhu ihren gemeinsamen Weg fortsetzen können?
Die "Phoenix Lute" und das "Invincible Sword", besondere Waffen die "Scarlet Maid" Lianzhu zeigte..., warten auf sie...........
Fazit:
Im Jahre 1965 setzte Regisseur Hsu Tseng-Hung seine "Red Lotus"-Trilogie mit diesem 2. Streifen als Sequel zum ersten Teil, "Wang Yu - Der Tempel des Roten Lotus" (siehe mein Review auf dieser website), für die Studios der Shaw Brothers fort.
Es entstand ein für das sehr frühe Baujahr flotter und unterhaltsamer Swordplay-Eastern, der in jenem Jahr erst die zweite Eastern-Produktion überhaupt für das legendäre Studio war..., und somit eben auch zusammen mit dem 1. Teil ein Pionier des Genres ist.
Einiges zeigt sich im Vergleich zum ersten Streifen dieser Trilogie, die den Anfang der fast 260 Eastern-Filme der Shaw Brothers bildet, verbessert: Die Sets der Shaw Brothers sind noch exquisiter, noch mehr dieser legendären, typischen Atmosphäre verströmend..., und die Fight-Choreographie ist ausgefeilter, als noch im ersten Teil, dem allerersten Eastern der Shaw Brothers überhaupt.
Hsu Tseng-Hung setzt die Story um das Paar Wang Yu/Chin Ping konsequent fort..., setzt sogleich beim Endfight des ersten Teils an, den er stringent zusammengefasst an den Anfang dieses Filmes setzt, an.
Und entwickelt die Geschichte um das Paar, den Clan der Braut, und deren Kampf gegen falsche Mönche und deren verbrecherischen Clan weiter.
Das inmitten dieser fabelhaften Studio-Sets, doch auch in pittoresker Landschaft, wenn es outdoor geht..., aber die Sets gerade im mit etlichen Fallen gespickten Tempel, hier vor allem in der "Library of Scriptures", setzten neue Maßstäbe im Set-Disign der Shaw Brothers.
So ist denn "The twin swords" auch ein stark optischer Streifen, zuzüglich überzeugender Ausstattung und Kostümen, darin ließen sich die Shaw Brothers-Produktionen eh schwer schlagen.
Auch die Storyline selbst erfährt jetzt mehr Dramatik als noch im ersten Teil, es geht für die Helden jetzt um alles, der recht schaffende Clan erfährt nun etliche Verluste, es wird eng für die ´Guten´..., und die Auseinandersetzung mit den ´Bösen´ spitzt sich nunmehr richtig zu.
Unser Heldenpaar wird zudem mal auseinander gebracht, findet wieder zueinander, die Widerstände werden massiver, und die Fights nehmen an Blutigkeit zu.
Manko ist aber, dass es am Ende doch etwas zu ratzfatz zugeht, sich die Dinge da etwas überschlagen..., eine ruhigere Hand in der Regie wäre hier optimaler gewesen. Außerdem bereitet Hsu Tseng-Hung bereits den 3. Teil ("The sword and the lute") hier etwas vor, was diesem Streifen hier im Endsegment etwas an Drive nimmt, wie ich finde.
Wang Yu, er stieg erst kurz darauf mit "The one-armed swordsman" zum ersten männlichen SuperStar des Genres auf, hier steht er noch nicht direkt im Zentrum.
Doch er deutet hier noch mehr als im 1. Teil an, dass die Kampf-Sau in ihm steckt. Mir gefiel hier insbesondere sein Alleingang gegen etliche gegnerische Fighter, als er auf eigene Faust den "Red Lotus"-Tempel stürmt, da er zunächst in der Residenz der Familie seiner Partnerin gefangen war.
Chin Ping ist hier diese Partnerin, niedlich ist sie, und spielt tapfer.
Ivy Ling Po ist mal wieder die ominöse Dame in Rot, die sich aus dem Hintergrund am Ende rausspielt.
Die Damen dominieren einmal mehr..., das sollte sich erst mit den Bloodshed-Eastern Chang Cheh´s ändern: Li Ming ist die resolute Clan-Chefin, Petrina Fung Bo Bo noch blutjung, übernimmt aber immer mehr Verantwortung, und Tien Feng sowie Lo Lieh sind eher drumrum gebaut.
Bei den Villains ragt keiner so richtig heraus, Lee Wan-Chung, Feng Yi und Shaw-Haudegen Wong Ching Ho spielen ihre Parts routiniert runter. Ching Miu wird am Ende mal so ratzifatzi eingeführt, und dem Betrachter vor die Nase gesetzt.
Wichtigstes in einem Eastern ist die Action, hier Swordplay. Natürlich, dies ist immer noch ein sehr früher Genre-Beitrag, und erst der 2. der Shaw-Studios.
Mit dem rasanten Drive späterer Produktionen kann man "The twin swords" nicht vergleichen..., aber die Intensität, der Blutgehalt und aber auch die Choreographie an sich, sie zeigte sich hier weiter fortentwickelt, ein Fortschritt ist hier im Vergleich zum ersten Film klar auszumachen.
"The twin swords", ein sehr früher Eastern, dem man sein Baujahr zu Gute halten muss. Aber ein grundsolider, optisch wie bildkompositorisch ansprechender und unterhaltsamer Swordplay-Eastern, der durchaus Appetit auf den 3. Teil dieser in der Früh-Phase des Genres entstandenen Trilogie machte.
6/10.