Soziopathen, die allesamt ein wenig ausschauen wie Freddy Krueger, bumsen Mülltonnen und Bäume an, zertrümmern TV-Geräte und benehmen sich auch sonst wie die Bekloppten.
Eine Viertelstunde lang ist "Trash Humpers" noch recht kurios ohne weiteren Tiefgang, dann verkommt auch dieses Handkamera-Happening zur angeblichen Gesellschaftssatire für die ehemalige Generation X. So ist der Streifen wie "Jackass" ohne Mutproben sowie lediglich eine sinnlose Aneinanderreihung grotesker Szenen, die mit der Zeit zum nervtötenden Blick in die Gossen Amerikas werden. Regisseur Harmony Korine nannte das Ganze ein "Loser-Gang-Kult-Freak-Kollektiv". Gedreht wurde auf abgenutztem VHS-Material. Gute Ideen, mehr Witz und Esprit wären jedoch erheblich besser gewesen.
Der Film wäre so gerne provokativ und gekonnt grenzdebil, liefert aber nur budgeltlose Schmalspursatire, die heutzutage jeder Hans Wurst mit seinem Smartphone drehen kann. Wenn jede zweite Szene nur noch darin besteht, dass die komischen Rentnertypen in dunklen Ecken stehen, um die nächste Mülltonne anzurammeln, dann ist auch jeglicher Unterhaltungswert sehr schnell dahin. Die witzigste Szene ist die, in der die Rentner eine Gruppensexorgie feiern wollen, was mit einpaar Dirnen aus der Übergewichtsklasse passiert.
Letztendlich hat auch dieser Film keinen künstlerischen Nährwert und wirkt so erbaulich, wie Leuten beim Flaschensammeln zuzuschauen. Irgendwie waren die "Jackass"-Sachen so ein wenig das Mondo-Kino für das ehemalige MTV-Publikum, doch hier wird mal wieder nur Stumpfsinn zur Kunst erhoben. "Trash Humpers" auf 30 Minuten herunterzukürzen hätte vollkommen gereicht. Allenfalls sehenswert für Leute mit Gehirnzellen im Tiefschlafmodus.