DIE BREMER STADTMUSIKANTEN oder Es war einmal eine aufgepeppte Verfilmung, die war besser als das Originalmärchen!
Für alle, denen DIE BREMER STADTMUSIKANTEN der Gebrüder Grimm als Lesemärchen zu wenig Inhalt zu bieten hat, die sollten sich diese Neuverfilmung in der Reihe „6 AUF EINEN STREICH“ anschauen.
Das bekannte Storygerüst um Esel, Hund, Katze und Hahn wurde ein wenig abgeändert.
Auch sind Nebenhandlungen und vielerlei Personen hinzugekommen, die das Märchen spannender länger und mitunter auch amüsanter gemacht haben.
So ist der 60minütige Film um eine böse Schwiegermutter, eine Bauerntochter, einen verliebten Knecht und einen Abdecker reicher geworden. Zusätzliche Personen, zusätzliche Erzählstränge und ein weitergedachtes Happyend, das ich für stimmiger und besser halte als in der Grimm'schen Vorlage.
Dass hin und wieder die sehr dick aufgetragenen Dialoge der Tiere (Harald Schmitt, Bastian Pastewka, Hannelore Elsner) ein wenig nerven, verkraftet man gerne, weil die Handlung unterhaltsam und kurzweilig geraten ist – auch wenn mancher „tierische“ Witz nicht sitzt!
Die Abänderungen und Anpassungen innerhalb der Geschichte sind für mich sehr gelungen und amüsant.
Unterm Strich kann ich diese Verfilmung jedem Märchenfilmfan empfehlen, sofern er sich auf Neuerungen unvoreingenommen einlassen kann.