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Schauplatz: Hollywood. Hillary will ihr Taschengeld aufbessern und läßt sich daher von ihrer Freundin überreden auf den Strich zu gehen. Sie gerät in eine Gruppe von Freizeitnutten namens Zama Gata Bata, die sich ihre Freier nur angeln, um sie zu töten und deren Blut zu trinken...

Independent-Filmer Donald Farmer hat ja mittlerweile eine beträchtliche Anzahl von Filmen abgedreht und ich vermute einfach mal, daß sich die Qualität im Lauf der letzten 20 Jahre (sein erster Film DEMON QUEEN erschien 1986) gesteigert hat. Gesehen habe ich jedoch keinen weiteren. Das vorliegende Machwerk ist seine zweite Ausgeburt und schon in den ersten Minuten erkennt man, daß CANNIBAL HOOKERS ein absolut minderwertiges Videofilmchen ist, dessen Sex- und Gewaltszenen vielmehr langweilen als abstoßen, weil die Kamera in den entscheidenden Momenten aus- beziehungsweise wegblendet. Aber nicht nur die ungenügend arrangierten Spezialeffekte, sondern auch die dilettantische Handkameraführung und die Knallchargen von Darstellern beweisen, daß CANNIBAL HOOKERS eine minderbemittelte No-Budget-Produktion ist, die selbst mit der recht kurzen Laufzeit ihre Mühe Not hat, die „Handlung“ aufrechtzuerhalten. Für mich das Schlechteste, was ich bisher gesehen habe! Kurioserweise wird Farmers Streifen auch als Fortsetzung zu Tim Ritters besserem Amateur-Splatter KILLING SPREE aus dem selben Jahr vermarktet. Gemeinsamkeiten gibt es jedoch nicht. Das einzig Lohnenswerte ist das Cover (der australischen Videokassette), das jedoch nicht die 79 DM rechtfertigt, die ich damals für das Video hinblättern durfte.

P.S.: Den ursprünglichen Text hatte ich vor einigen Jahren niedergekritzelt und meine Erinnerungen sind nicht mehr die besten. Aber ich gehe nicht davon aus, daß mir der Film heute besser gefallen würde.

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