Hollywood: Um in der Schwesternschaft "Gamma Zeta Beta" aufgenommen zu werden, müssen Hilary und ihre beste Freundin Dee-Dee als Initiations-Ritus nuttig zurechtgemacht auf dem Sunset Boulevard jeweils mindestens einen notgeilen Freier abschleppen. Als die beiden Mädels dann aber doch nur mit Hilarys Boyfriend Bruce und dessen beiden Kumpels Dwight und Darrell wie verabredet in einem heruntergekommenen, alten Puff aufschlagen, geraten die Kids prompt an die zwielichtige Carmilla und ihr Rudel von blutgierigen Bordsteinschwalben, die die Männer im wahrsten Wortsinn zum Fressen gern haben und auf deren Konto zudem auch schon so einige angeknabberte Leichen gehen. Irgendwann werden Hilary und Dee-Dee dann auch vampirisiert und verbreiten den Kannibalen-Fluch munter unter den anderen Sorority-Girls. Na, hoffentlich können der in der Angelegenheit ermittelnde Bulle und sein schusseliger Kollege den versauten Machenschaften noch rechtzeitig 'nen Riegel vorschieben, bevor der Film spontan und abrupt ohne echte Auflösung endet... Da wird der Begriff "Independent" zum Schimpfwort! Bei "Cannibal Hookers" handelt es sich um ein frühes Werk von Donald Farmer, einem in den 80er Jahren auf lumpigsten Amateur-Niveau gestarteten Z-Filmer, der - man soll's nicht glauben - auch vier Dekaden später immer noch dünne (*ähem*) im Geschäft ist und die Welt unter anderem mit solchen No-Budget-Streifen wie "Shark Exorcist", "Cannibal Cop" und "Hooker with a Hacksaw" beglückt hat. Dass die genannten Filmchen im direkten Vergleich zu dem vorliegenden Machwerk dann auch tatsächlich (zumindest formal) eine gewisse Steigerung darstellen, muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen... "Cannibal Hookers" ist nämlich nichts weiter als ein in billigster Camcorder-Optik daherkommender Blut-und-Titten-Schund, der vom Produktions-Rahmen her so ziemlich jeden Gossen-Porno unterbietet und gegen den selbst Fred Olen Rays "Hollywood Chainsaw Hookers" direkt mal aussieht wie das reinste Arthouse-Kino. Okay, das alles klingt jetzt ziemlich wüst, sieht sich aber längst nicht so schockierend an wie Farmer sich das wohl gedacht haben mag, denn letzten Endes beschränken sich die Schauwerte hier doch auf ein paar selbst zusammengepanschte Gore-F/X der Marke "Himbeersirup" und die gelegentlichen Nackedei-Einlagen der versammelten Möchtegern-Starlets... denn es gibt halt wirklich keinen Film, der mies genug ist, als dass sich keine Ischen für ihn frei machen würden. Da die Chose es inklusive Abspann dann auch nicht mal auf lumpige 70 Minuten Laufzeit bringt (es gab ursprünglich aber wohl auch mal 'ne Fassung, die vor Umschnitten und Kürzungen anderthalb Stunden lang ging), kann man sich ja denken, dass der "Plot" (haha, selten so gelacht!) die reinste Sülze ist, aber das Erzählen einer echten Geschichte stand hier ja eh nicht besonders weit oben auf der Agenda. Eine irgendwie geartete Inszenierung, die über hakeliges Hin- und Her-Gezoome hinausgehen würde, findet hier übrigens nicht statt und so fragt man sich während des Ansehens dann auch nur, was hier eigentlich schlimmer ist: Die miserabel gehandhabte Technik oder die dumpfbackigen Darsteller mit ihren scheußlichen 80s-Frisen (ich persönlich bin da unentschlossen). Das Einzige, was man diesem Quasi-Home-Video zugutehalten kann, ist, dass es kein Etikettenschwindel ist: "Cannibal Hookers" steht drauf, Kannibalen-Nutten sind drin! Ergo ein zusätzliches Extra-Pünktchen dafür, denn wer sich 'nen Streifen mit so 'nem Titel reinzieht, der weiß schon, worauf er sich einlässt. Und für diejenigen, die darauf dann so richtig steil gehen, hat Donald Farmer 2019 sogar noch ein Remake gedreht... genauso kacke wie das Original, aber in HD...!
2/10