Relic Hunter ist unterhaltsames Abenteuer-Fast Food zum “lass ich mal laufen, ist eh nix besseres in der Glotze“ –konsumieren. Tia Carrere spielt hier die hauptberufliche Geschichts(?)professorin und Hobbyarchäologin Sidney Fox. Aber keine Sorge, das war‘s mehr oder weniger mit den Indy-Parallelen. Begleitet wird die stets mutige und (natürlich) immer abenteuerlustige Ms. Fox von ihrem naiv-trotteligen und schüchternen Assistenten Nigel (Christien Anholt). Mit diesen Eigenschaften ist er also das Kontrastprogramm zur toughen und freizügigen Chefin und gleichzeitig das humoristische Element von Relic Hunter. Inhaltlich wurde in der Serie wahrscheinlich schon alles runter gerasselt, was die Mystery –und Sagenwelt eben so hergibt. Leider läuft das ganze immer nach demselben Schema ab: Sidney bekommt einen „Finde den Schatz“ oder „Hol‘ mir das Relikt zurück“ – Auftrag. Prompt packt sie ihre sieben Sachen, Nigel eingeschlossen, und ab geht’s gen Abenteuer. Nicht selten entpuppt sich der Auftraggeber am Ende dann als schlimmer Finger… Wirklich überraschend ist das Geschehen also niemals und dem entsprechend ist dann auch chronische Spannungsarmut das Hauptmanko der Serie.
Relic Hunter ist eigentlich nur unter gewissen Voraussetzungen mit anschließend positiver Resonanz konsumierbar: Entweder man lässt sich gerne von Sagen oder Geistergeschichten jeglicher Art einlullen und ist mal ganz froh darüber, sich nicht bis zum Anschlag konzentrieren zu müssen oder/und man steht auf Tia Carrere. Diese ist sich ihrer erotischen Ausstrahlung natürlich bewusst und lässt sich netterweise auch nicht lumpen, die eine oder andere Szene entweder durch knappe Outfits oder anderweitige Aktionen etwas anzusexen.
Fazit:
Nette, anspruchslose Instant-Abenteuer für alle Tia Carrere Fans !