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Savage Vengeance ist ein amateurhafter und unerquicklich misslungener Versuch, den Geist von Ich spuck auf dein Grab auszubeuten, ohne auch nur ansatzweise dessen Wirkung oder handwerkliche Qualität zu erreichen. Donald Farmers Film scheitert auf ganzer Linie – technisch, erzählerisch und darstellerisch.

Die Inszenierung wirkt billig und unbeholfen, Kamera und Schnitt erinnern eher an ein missglücktes Heimvideo als an einen Spielfilm. Die Darsteller agieren hölzern bis peinlich, Dialoge sind kaum erträglich, Spannung oder Atmosphäre kommen zu keinem Zeitpunkt auf. Alles wirkt unfreiwillig lächerlich statt verstörend oder konsequent.

Besonders irritierend ist die Besetzung von Camille Keaton in der Hauptrolle. Ihre Figur namens Jennifer sollte offenbar eine Verbindung zu ihrer Rolle aus Ich spuck auf dein Grab herstellen. Genau das wurde jedoch vermieden, da Regisseur Meir Zarchi Donald Farmer andernfalls verklagen wollte. Was bleibt, ist ein halbgarer Verweis ohne Substanz. Hinzu kommt, dass Keaton den Dreh aufgrund von Differenzen mit Regisseur und Co-Darsteller Donald Farmer vorzeitig abbrach – weshalb sie in der Kettensägen-Szene gedoubelt werden musste. Dieser Bruch ist nicht nur bekannt, sondern im fertigen Film auch sehr offensichtlich.

Unterm Strich ist Savage Vengeance ein billiges Machwerk ohne eigenes Profil, ohne Können und ohne Respekt vor seinem offensichtlichen Vorbild. Ein Film, der weder als Rape-and-Revenge-Beitrag noch als Trash-Unterhaltung funktioniert. Zeitverschwendung in Reinform

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