Dem Schüler Zak Gibbs fällt eines Tages zufällig eine Armbanduhr in die Hände, die doch tatsächlich denjänigen, der sie am Handgelenk trägt, in die "Hyper-Time" versetzt... einen Zustand, bei dem sich die körpereigenen Moleküle mit stark erhöhter Geschwindigkeit bewegen, so dass für einen die Zeit praktisch stillsteht und man für seine Umwelt unsichtbar ist. Der Hyper-Time-Apparat befindet sich aktuell im Besitz der Familie Gibbs, da dessen Erfinder und früherer Student von Zaks Vater George diesem die Uhr per Post geschickt hatte, damit sein alter Professor ihm dabei hilft, ein letztes, kleines Problem in den Griff zu kriegen: Menschen, die sich in der Hyper-Time befinden, altern nämlich erheblich schneller. Davon ahnt Zak natürlich nichts, der die Uhr zunächst mal ausgiebig benutzt, um die venezuelanische Austausch-Schülerin Francesca zu beeindrucken. Zum Pech der Kids sind bald aber auch ein paar Regierungs-Typen unter der Führung von Henry Gates hinter dem Zeit-Verlangsamer her... und dass dieser nichts Gutes im Schilde führt, wird spätestens dann klar, als Gates Zaks Vater entführen lässt, um die Uhr in seinen Besitz zu bringen... Es ist soweit: Filme aus den Nullerjahren sind mittlerweile ebenso dated wie solche aus den 90ern, 80ern und 70ern! Bei dem von dem US-Kinderkanal Nickelodeon lancierten (aber tatsächlich für die große Leinwand intendierten) Science-Fiction-Streifen "Clockstoppers" sind es die PC-generierte Titel-Credits und anschließend direkt Blink 182 auf dem Soundtrack, die einen da auf den ersten Blick und Hör die Entstehungs-Dekade vermuten lassen, bevor grausige Teenie-Klamotten von vor über zwanzig Jahren jeden Zweifel ausräumen. Trotz altbekannter Versatzstücke der Handlung rund um Zeit-Manipulationen und den nervigen French Stewart als Quasi-Mad Scientist à la Doc Brown hat man es hier jedoch garantiert nicht mit einem "Zurück in die Zukunft" des 21sten Jahrhunderts zu tun, denn qualitativ liegen zwischen dem Robert Zemeckis-Klassiker und "Clockstoppers" Welten. "Star Trek: The Next Generation"-Veteran Jonathan Frakes auf dem Regie-Stuhl hätte da eigentlich bemerken müssen, dass der ganze Hyper-Time-Quatsch hier nicht unbedingt gut durchdacht ist, aber ich schätze mal, die Zielgruppe eines solchen Beinahe-Kinderfilms legt auf derartige Details keinen besonders großen Wert und kann mit Logik-Löchern und Drehbuch-Schwachsinn auch ganz gut leben, solange sie mit ausreichend Action und lauen Witzchen bei der Stange gehalten wird. Ich bin mir auch relativ sicher, dass hier die Bullet-Time-Sequenz aus "Matrix" für einen der Verantwortlichen den Ausschlag gegeben hat, sich mal an etwas Ähnlichem zu versuchen... nur halt auf einem etwas niedereren Level, was Aufwand und Umsetzung anbelangt. Das Ergebnis liegt dann auch in etwa auf einer Linie mit familienfreundlicher Genre-Ware wie "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" und "Jumanji", denen man gefühlt nacheifert, ohne aber gänzlich einen vergleichbaren produktionstechnischen Standard zu erreichen, so dass das Ergebnis da - trotz einer hübschen Explosion im Finale - eher TV-normiert denn Kino-tauglich wirkt. Da verwundert es einen auch nicht, dass Frakes sich da im Anschluss doch weitestgehend in Richtung Flimmerkiste verabschiedet hat (die 2004er-Realverfilmung der britischen Puppentrick-Serie "Thunderbirds" aus den 1960er Jahren mal außen vor gelassen). "Clockstoppers" rangiert dann auch in jeder nur denkbaren Beziehung einige Etagen unter dem, was "Terminator"- und "Aliens"-Produzentin Gale Anne Hurd bis dato sonst so abgeliefert hat, aber dafür ist der Streifen für "Freitag der 13. - Todesfalle Manhattan"-Regisseur Rob Hedden, der hier auch mitproduziert und als Co-Autor am Drehbuch beteiligt gewesen ist, doch irgendwie ein Schritt nach vorne. Nun ja, wenigstens ist die Angelegenheit aber doch flott genug, dass man zumindest nicht auch selbst während des Ansehens das Gefühl hat, die Zeit würde stillstehen...
5/10