Review

THE BEAUTY AND THE BEAST oder Trashiger Märchenfilm nur für Erwachsene!

Ja, ich habe mich vom Cover leiten lassen – das sieht so seriös aus!
Spaß beiseite!

Um den vorliegenden Film richtig einordnen zu können, muss man wissen, dass es in der Filmwelt ein Genre gibt, das gleichermaßen verachtet wie geschätzt wird: der TRASH!
Was zeichnet Trash aus?
Man nimmt eine x-beliebige Handlung und produziert diese absichtlich oder unabsichtlich schräg und billig aussehend als Film.
Üblicherweise kann man bei diesem Medium Spaß haben (Alkohol und Gleichgesinnte sind hier ein unverzichtbares Fundament).
Dabei spielt die Art und Inhalt des Films keine Rolle.
Phantastische Themen sind natürlich bei Trahfilmfans hoch im Kurs.

Wer sich erstmalig in den Trash-Sektor begibt, sollte mit einem Produkt wie THE BEAUTY AND THE BEAST anfangen.
Der ist zwar Trash pur – jedoch auch extrem unterhaltsam geworden!
Zudem geizt der Film nicht mit absurden bis dämlichen Einfällen, die wirklich spontan Unterhaltung verbreiten können.
Schon die Hauptdarstellerin ist allein durch ihre Anwesenheit ein wesentlicher Unterhaltungsfaktor!
Estella Warren hat zwei unübersehbare „Argumente“ und einen „gemachten“ Schmollmund, der alles andere als authentisch für diese mittelalterliche Zeit des Märchens ist!
Auch tänzelt sie im mit engem Lederwestchen und Mini durch das Gehölz.
Dies ist so unterhaltsam wie bescheuert – und dient nur dem Trashcharme des Streifens und dem Glotzfaktor manch männlicher Zuschauer.
Die Maske des Biests ist zwar Latex pur – aber im Hinblick auf die restliche Produktion WIRKLICH überzeugend. Handgemachte Latex ist immer überzeugend – jedenfalls überzeugender als dieser computeranimierte Troll, der für einige Splattereffekte verantwortlich ist.
Der PC-Troll ist in Bewegung so was von schlecht animiert. Doch wo das Vieh hinlangt, spritzt Kunstblut in Fontänen und wirbeln Extremitäten umher.
Diese kurzen Gewaltszenen sind nicht nur überraschend hart geraten, sondern erinnern teilweise in ihrer derben Billigkeit und Direktheit an den ein oder anderen Amateurfilm aus vergangenen Tagen.
Dies meine ich wohlwollend!
Das 16er-Rating geht klar – in den 1980er-Jahren hätte man wohl die Schere angesetzt – trotz Trash!

Unterm Strich kann ich den Film ausschließlich Trashfans empfehlen.
Ich habe mich darauf eingestellt und bestens amüsiert!

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