Review

Nein, meine Tochter und ich haben uns gut mit diesem Film unterhalten, aber trotzdem ist er im Ganzen nur bedingt überzeugend. Viel zu sehr wirken Grundideen des Films vom grandiosen Vorbild "The Sixth Sense" abgekupfert.

Hier wie dort scheinen manche Tote es nicht begriffen zu haben, dass sie wirklich tot sind. Hier wie dort sind es nur wenige, die die Toten als Lebende sehen und mit ihnen sprechen können. In diesem Fall ist es der Bestatter Eliot Deacon, der versucht der toten Lehrerin Anna Taylor begreiflich zu machen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sie im Zuge ihrer Beerdigung das Antlitz dieser Welt verlassen muss. Die junge Frau fühlt sich aber gar nicht tot und versucht aus dem makabren Bestattungsunternehmen zu entkommen. Ihr Verlobter ist ebenfalls auf der Suche nach ihr und hat Zweifel an ihrem Tod. Auch ein ehemaliger Schüler sieht sie am Fenster des Institut stehen. Ob sie aber lebt oder trot ist, darüber lässt der Film den Zuschauer bis zuletzt im Unklaren. Meine Tochter und ich glauben, dass sie lebte, aber das soll der nächste Zuschauer selber entscheiden...

Der Film selber ist von Agnieszka Wojtowicz-Vosloo recht routiniert inszeniert worden. Es gibt die üblichen "Horror-Grusel"-Effekte, die sich aber deutlich in Grenzen halten. Wirkliche Schockmomente, wie es mein DVD-Klappentext verspricht, sucht man oder erwartet man vergebens.

Die Schauspieler agieren aber gut. Gut mit Einschränkungen - Liam Neeson ist halt Liam Neeson und hat nur ein kleines Repertoire an Gesichtsausdrücken im Petto. Christina Ricci überzeugt dagegen als tote Lehrerin wie auch ihr Verlobter, gespielt von Justin Long.

Mich hat an dem Film gestört, dass er mich zu sehr an "The Sixth Sense" erinnert hat, hier hätten den Drehbuchschreibern vielleicht noch ein paar neue Wendungen einfallen dürfen. Dafür dass ihnen diese nicht eingefallen sind, gerät der Film insgesamt zu brav.

Ein durchaus unterhalsamer Gruselfilm, von dem man nicht zu viel erwarten darf.

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