Der dritte Teil der Reihe ist für mich gar nicht so einfach zu bewerten. Auf der einen Seite macht er verdammt viel Spaß, aber auf der Anderen kann ich jeden verstehen, der den Film am liebsten in die Hölle schicken würde.
Aus den vorhergehenden zwei Filmen ist vom Cast nur noch Doug Bradley übrig geblieben, wenn man von ein paar Kurzauftritten auf Video von Ashley Laurence mal absieht. Auch der Bezug zu den bisherigen Protagonisten ist komplett abhanden gekommen, wobei man aber die Geschichte von Pinhead weiter ausbaut.
Trotzdem hat er mit Julie wieder eine weibliche Gegnerin bekommen, die von Terry Farrell verkörpert wird. Einige müssten sie noch als Jadzia Dex aus Deep Space Nine kennen. Die Geschichte um sie als Reporterin, die im Traum ihren verstorbenen Vater sucht, finde ich gar nicht mal schlecht. Zudem verkörpert sie die Rolle sehr symphatisch.
Allerdings ist die Atmosphäre des Films eine Andere. Die Erhabenheit ist gewichen und der Look des Films gleicht eher einem Slasher-Sequel. Bunter, lauter, schneller. Die wirklich fürchterliche Weichei-Heavy-Metal-Mucke, tut ihr übriges dazu.
Die ersten 45 Minuten gefallen mir allerdings wirklich gut, da es hier doch eher noch unheimlich zugeht. Danach wird Pinhead eher zu Freddy und meuchelt sich wild durch die Stadt. Seine neu gebauten Cenobiten, die allerdings erst gegen Ende des Films auftreten sind zwar gut gemacht, aber eher witzigerer Natur. Hinzu kommen ein paar blöde Sprüche, die die spärlich vorhandene Hellraiser Atmosphäre weiter in den Hintergrund drängt. Trotzdem ist es alles nicht so negativ wie es sich jetzt vielleicht lesen mag. Spaß macht der Film nämlich trotzdem, wenn man mit der richtigen Einstellung an den Film geht.