Review

Hellraiser III – Hell on Earth

Das ist also der Film, den alle immer so schlecht finden...
Diese Meinung teile ich nicht unbedingt. Der Film wird des Öfteren auch verteufelt weil er zu "lustig" und "cool" ist. Sicher, der Vorwurf ist berechtigt, also der Film hat ein sehr kleines Bisschen Humor und Pinhead bietet ab und an einen lustigen Spruch an aber ich denke nicht das diese Sachen ein Grund sind den Film als schlecht abzustempeln. Zur Story:
Die erfolglose Sensations- Reporterin Joey befindet sich gerade auf Grund eines Irrtums ihrer Vorgesetzen im Krankenhaus, als zufällig ein Mann eingefahren wird, der völlig mit Ketten durchbohrt ist und blutet wie am Spiess.
Als diesem Mann dann auch noch der Kopf explodiert, will Joey aus der Sache eine Story machen und fährt zum "Boiler Room" einem Club, in dem der Mann scheinbar den "Unfall" gebaut hat. Nach langen Nachforschungen findet sie heraus das der Typ durch den Würfel der Tore in andere Welten öffnet gestorben ist und will mehr über die Sache herausfinden.
Mehr muss man zur Geschichte im Wesentlichen nicht wissen. Diese ist recht gut und spannend in Szene gesetzt und natürlich geht es auch nicht ganz unblutig zu.
Ja, der Film bietet in der Tat so manches Gemetzel, wie man es von Hellraiser in der Regel kennt, sind die Morde ziemlich gemein und böse und auch meistens sehr brutal.
Hier allerdings stimmt das Gleichgewicht zwischen Splatter (z.B. das Massaker im Boiler Room) und Spannung. Jedenfalls in etwa… Meiner Ansicht nach kann man sich den Film
wirklich mal ansehen, auch wenn es sicher einiges zu meckern gibt. Die Verbindung zu den anderen Teilen kommt nämlich wirklich nicht zu knapp, Pinheads menschliche Seite selbst ist es, die ihn am Ende schwächt, über Kristy ect. wird auch reichlich erzählt...
Pinhead ist hier wirklich sehr cool, was ich keines falls negativ auslegen würde, denn wenn man die Sache nicht zu ernst nimmt, ist seine Rolle hier einfach locker, er ist aber definitiv nicht albern oder ähnliches, sondern macht ab und an Witze alla'
"Um Gottes Willen" "Nicht Ganz!" oder "Go to hell!" "Ladies first"
viel mehr auch nicht. Die Musik ist auch astrein gewählt, vor allem die Band die im Club spielt und das Metal Lied im Abspann haben mir zugesagt. Wem rockige Musik für Hellraiser Filme zu unpassend ist, der hat bestimmt nicht Unrecht aber ich finde nicht dass es ein Problem darstellt da die Atmosphäre nicht belastet wird.
Was mir aber neu vorkam ist, dass die Cenobiten jetzt ehr eine Funktion hatten, wie Zombies, also das Tote zu Cenobiten wurden, die halt so töten können, wie sie gestorben sind. Zum Beispiel der DJ der von CDs durchbohrt wird schiesst nachher als Cenobit mit CDs und der Kamera Mann durchbohrt Leute mit seinem Objektiv...
Ausserdem ist mir an der Red Edition (vielleicht ist es ja bekannt) aufgefallen das der Ton (…ich glaube aber fast nur bei den sonst geschnittenen Szenen…) manchmal auf Englisch umgesprungen ist. Also, dem sensationellen Teil 1 wird Hell on Earth auf keinen Fall gerecht, damit habe ich auch nicht gerechnet nachdem ich die Story gesehn hatte. Das wäre alles was ich zu dem Film zu sagen hätte, wirklich nicht schlecht aber trotzdem nur ziemlich mittelmässig.

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