Story:
Der junge Yuddy wächst bei einer Prostituierten auf. Deswegen kann er wohl auch nicht wirklich eine längere Beziehung mit einer Frau eingehen. Er bringt immer und immer wieder Frauen mit nach Hause und hat eine schöne Zeit mit ihnen. Mit einigen trifft er sich auch öfters. Doch wenn die Frauen mit ihm eine bindene Beziehung eingehen wollen, block er ab und sagt ihnen, dass sie gehen können. Zwei von ihnen können dies nicht wahr haben und verzweifeln, suchen Trost bei 2 anderen Männern (ein Polizist und ein Freund Yuddys, die sich jeweils in einer der beiden Frauen verlieben).
Als eines Tages seine Mutter mit einem Mann wegziehen will, nervt er sie solange, bis sie ihm erzählt, wo er seine leibliche Mutter wohnt. Doch sein Ausflug verläuft anders als geplant und es kreuzen sich die Wege der 4 Charaktere.
Kritik:
Wong Kar-Wais Days Of Being Wild hat schon einige tolle Momente und Pluspunkte. So wissen vor allem die Schauspieler, die Inszenierung und die Leistung von Kameramann Doyle zu gefallen.
Mir persönlich hat aber die Story vom Vorgänger As Tears Go By doch um einiges besser gefallen. Irgendwie fand ich die noch packender, rührender und romantischer. Auch wenn der Stil Kar-Wais bei DOBW schon ausgeprägter ist. Ändert ja auch nichts daran, dass es ein guter Film ist.
Lobenswert anmerken möchte ich noch, dass mir positiv aufgefallen ist, dass Wong Kar-Wai es geschafft hat, prickelnde, romantisch und leicht erotische Szenen ohne besonders viel nackte Haut und mehr zu zeigen. Zudem spielt der Film überwiegend nachts und somit ist das Bild recht dunkel, was letztendlich zur traurigen Stimmung gut beiträgt.
Fazit: Ein unkonventionell, langsam erzähltes Drama, dessen Story das Herz des Zuschauers berühren kann - wenn man mit solchen Filmen, besonders im Stile vom Wong Kar-Wai etwas anfangen kann. Ich persönlich fand den Film ganz gut, aber nicht so stark wie die Werke As Tears Go By oder Chungking Express des selben Regisseurs.
Film: 7/10