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George ist ein Hypochonder ersten Grades. Dauernd rennt er zum Arzt, schluckt Pillen und Präparate, vermutet hinter jedem Zipperlein eine ernstzunehmende Erkrankung. Umso schlimmer macht es da der Umstand, dass er eine nicht für ihn bestimmte Diagnose seines Arztes mitanhört und davon ausgeht, nur noch wenige Wochen am Leben zu sein.

Eine schöne Grundlage für eine erneute Komödie mit Rock Hudson und Doris Day, wobei hier der Herr merklich im Mittelpunkt steht. Das Thema bietet Stoff für viele spritzige Dialoge, die nicht nur vor Wortwitz strotzen, sondern auch gerne mal etwas makaber daherkommen. Dabei immer nonchalant vorgetragen, oft in persona von Georges sich (und seine Leber) aufopfernden Freund Arnold, der ein ums andere Mal einen (un)passenden Kommentar abfeuert.

Hudson spielt famos und es macht einfach Laune, ihm zuzusehen. Dabei bekommt seine Figur die vielen Wendungen nicht immer so richtig mit, die Verhältnisse nehmen in gewissen Abständen gerne mal eine andere Richtung und das Publikum erfreut sich an den Auswirkungen. Doris Day steht da etwas zurück, kann aber durch ihren Charme punkten und Tony Randall hat mit seinen Einsätzen einige Lacher auf seiner Seite. Nach einem etwas seichten Beginn sorgt die Inszenierung von Norman Jewison quasi für ein Dauergrinsen mit nur wenigen Pausen.

Ja, es ist ein altmodisches Vergnügen mitsamt entsprechender Rollenverteilung. Die Entstehungszeit bedenkend kann man damit aber auch heute noch einen Heidenspaß haben, erfreut man sich an Dialogwitz, Tempo und den sich wandelnden Verhältnissen um die Diagnose, die Suche nach dem Ersatzmann und der Aufdröselung der Tatsachen.
Im zeitgenössisch-spießigen Weltbild verhaftet, doch temporeich und locker-leicht. Natürlich mit Happy End, hält man den letztlich einfachen Plot mit Esprit, welchen das komplette Ensemble versprüht, am laufen.

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