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5 Jahre hat es gedauert bis Regisseur Tim Sullivan seine Fortsetzung zu seinem Überraschungshit „2001 Maniacs“ aus dem Jahr 2005 realisieren und veröffentlichen konnte. Dieses läuft unter dem Titel „2001 Maniacs: Field of Screams“ und ist nun in den USA auf DVD erschienen. Wie allerdings schon im Trailer angedeutet, qualitativ um einiges schlechter als der Erstling.

Story: Major Buckman und seine Maniacs sind zurück und durchqueren das Land als Wanderzirkus. Dorthin verschlägt es das Team um die Reality-Sendung „Road Rascals“ die eines Nachts von der Straße abkommen. Sie werden freundlich empfangen und beschließen dort für ihre Show zu drehen. Doch schon bald kommt das TV-Team hinter die wahren Absichten der Rednecks und es verläuft alles andere als wie geplant...

War „2001 Maniacs“ noch eine unterhaltsame Horrorkomödie mit viel Splatter und nackter Haut, welche darüber hinaus noch hochwertig produziert war lässt das Sequel einiges am Unterhaltungswert vermissen. Sicherlich, auch hier fließt das Blut und strömen und Tim Sullivan hat sichtlich Spaß daran so oft wie möglich ein paar blanke Brüste oder sonstiges an nackter Haut (gern auch in Nahaufnahme) zu zeigen. Optisch kommt sein Werk aber nicht über den Amateurlook hinaus.

Und das ist der Punkt an dem „2001 Maniacs: Field of Screams“ krankt. Er wirkt billig, lieblos runtergekurbelt und ist teils unglaublich mies gespielt. Zwar sind die Maniacs absichtlich übertrieben gezeichnet, aber gerade das unsympathische TV-Team wirkt als hätte man direkt aus einer billigen Soap heraus gecastet. Dabei ist es auch vollkommen egal das die beiden Paris Hilton-/Nicole Richie-Klone (nackt) noch recht passabel aussehen. Mal abgesehen davon, dass eine Parodie auf die beiden ein paar Jahre zu spät kommt.

Nicht unerwähntollte auch bleiben, dass Robert Englund und Guiseppe Andrews nicht in ihren bekannten Rollen zu sehen sind. Wird Englund noch einigermaßen durch Bill Mosely kompensiert, wirkt der Ersatz von Andrews farblos. Die Darsteller der anderen Maniacs (u.a. Lyn Shaye und Christa Campbell) konnten wiedergewonnen werden, was dem Film schon einen kleinen Pluspunkt bringt.

Der Verlauf der Handlung ist arm an Überraschungen und folgt im Prinzip den gewohnten Pfaden des Horrorkinos bzw. dem Handlungsverlauf des Vorgängers. Lustig ist der Film auch eher an den wenigsten Stellen. Zwar lassen sich gelegentlich ein paar kleine Schmunzler entlocken, aber der Groß der Witze sind einfach nur unlustig, pubertär und albern. Etwas das beim ersten Teil noch anders war. Die Goreszenen dagegen sind ordentlich gemacht worden und Sullivan zeigt, dass er gerade in dem Punkt ein paar gorige Ideen vorweisen kann. Auch positiv hervorheben sollte man den Prolog des Films im Comicbook-Stil.

Auch wenn Sullivan Probleme mit der Realisierung des Filmes hatte, weshalb sich die Sache auch so lange zog, hätte man doch viel viel viel mehr erwarten können als das was er uns hier vorsetzt. So bleibt einem nur eine leidlich unterhaltsame Horrorkomödie, die sich durch blutige Kills auszeichnet und dem Zuschauer jede Menge nackter Titten präsentiert. Für manche mag das reichen, aber ich persönlich war vom dem billigen Sequel mehr als enttäuscht.

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