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Die zweite Ausgabe der Südstaaten-Groteske sucht mittlerweile keine originellen Einfälle, - sie hält ihre Figuren und eigenartigen Verhaltensweise für originell und strauchelt damit auf ganzer Linie.

In dieser Fortsetzung eines Remakes landet die Filmcrew für Reality-TV in der Einöde von Pleasant Valley, welche stark und sehr bewusst an Paris Hilton und Nicole Richie in „The Simple Life“ erinnert, nur dass die beiden hier Romy und Tina heißen und einige merkwürdige Freaks wie die lesbische Produzentin oder den sexuell aktiven Jesus, als auch den jüdischen Kameramann Jerry an Bord haben.
Erst wähnt sich die Crew auf einem Verkleidungsfest, doch als sie nach und nach die Leichen ihrer Kollegen präsentiert bekommen, wird guter Rat teuer…

Wenn man von den rund 75 Minuten Laufzeit annähernd eine Stunde mit Vorgeplänkel verdaddelt, ohne eine Spur von Bedrohung aufkommen zu lassen, ist es mit der Geschichte nicht weit her.
Es wird enorm viel Softsex betrieben und darüber gesprochen, bis eine Autopanne die Gruppe zu den Rednecks rund um Bürgermeister Buckmann (Bill Moseley) führt.
Danach werden einige skurrile Bewohner bei Tätigkeiten gefilmt und ohne die Zeit auch mal für Gags oder Figurenzeichnungen zu nutzen, geht dem albernen Treiben rasch die Puste aus, während niemand der Mimen auch nur ansatzweise überzeugen kann.

Und während der erste Teil noch einigermaßen Tempo und Konfrontationen bot, verstärkt man hier die abgedrehten Züge und rückt die zurückgeblieben Südstaaten-Anhänger in den Mittelpunkt, die mit einem draculaähnlichen Doktor und einer Granny am Fleischerbeil nicht viel an Humor zu bieten haben.
Bis es zu kleineren Auseinandersetzungen kommt, hat man sich als gelangweilter Betrachter schon längst einer Nebentätigkeit gewidmet.

Dass die beiden Trusen ganz gut ihren Vorbildern entsprechen, mag noch als Pluspunkt gewertet werden und auch die musikalische Untermalung inklusive einiger deutlicher Texte vermag noch ein leichtes Schmunzeln entlocken, doch der Rest bietet kaum Horror, fast überhaupt keinen Splatter (bis auf einen explodierenden Kopf und eine Mistforke im Gesicht) und bleibt trotz oder gerade wegen seiner vordergründigen Bemühungen deftigen Humor einzubinden auf ganzer Strecke erfolglos.

Einfallslos, blutleer und bis auf wenige Minuten des Showdowns nicht zum Mitfiebern geeignet, - ein müder und komplett belangloser Aufguss, der für Horrorfreunde fast gänzlich unnötig erscheint.
2,5 von 10

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