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Die Verrückten aus dem Süden, angeführt von Bill Moseley wollen Rache an einem vergangenen Massaker. Doch die Opfer aus dem Norden kommen nicht, also zieht die Truppe per Bus aus Pleasant Valley ab um selbst zu ihren Opfern aus dem Norden zu fahren. Und diese bestehen aus einem Team von jungen Männern und Frauen, welche eine Reality Show drehen wollen.

Mal wieder ein herrliches Beispiel für Fortsetzungen, die die Welt nicht braucht, ist bei 2001 Maniacs zu bestaunen. Der Vorgänger war noch eine wirklich lustige Splatterkomödie, was der zweite Teil natürlich auch versuchte, aber an allen Fronten baden ging. So wird der Süden niemals wieder auferstehen. Das geht schon bei der Story los. Pleasent Ville geht on the Road, denn die Opfer gehen aus. "Wenn der Norden nicht in den Süden kommen will, dann eben umgekeht". Die Opfer stellen hier Crew einer Simple Life (einst die Schnepfenpromenade mit Paris Hilton und Nicole Richie) Parodie dar. Hungig trifft blöd könnte ein Titel des Scriptes gewesen sein.
Selbiges hat wohl auch Robert Englund gelesen und hat dankend für die Fortsetzung angeboten. Viele sind eh nicht mehr über vom Vorgänger. Regie übernahm wieder Tim Sullivan, Lyn Shae gibt die frivole Granny und wenn ich mich nicht böse verkuckt habe ist der Typ im Truck in der Schlußszene der Anderson Lee Darsteller und Final Guy aus Teil eins. Schmerzlich vermissen wir auch das liebevoll heruntergekomme Südstaatendorf und müssen dies durch freies Feld und ein paar lumpigen Zelten bescheiden vorlieb nehmen.
Überhaupt wirkt hier alles mindestens zwei Nummern preisgünstiger. Bill Mosley gibt zwar auch einen nett irren Mayor Buckman ab (auch wenn er die Augenklappe auf der falschen Seite trägt), aber einen spielfreudigen Englund kann man nur schwer ersetzten. Auch die Kills sind weit weniger kreativ. Offensichtlich ist auch die deutsche FSK 18 cut, man sieht das deutlich an einigen unprofessionellen Schnitten und auch das Personen einfach so verschwinden (die Tuss im Medizinzelt ward seit der Bahre nicht mehr gesehen).
Was allerdings wirklich aus der Zeit des Bürgerkriegs stammen könnte sind viele der dargebrachten Zoten. Einige Gags funktionieren wiederum gut, wie der Schlußgag mit dem Typen aus Teil eins (wenn er es denn war) und auch das Paris Hilton Double sieht sehr echt aus, aber der Großteil ist doch eher Kinderquatsch mit Michael. Da kann man einfach noch so viele Möpse auspacken, das alleine macht noch keinen guten Film. Immerhin bekommen die beiden hirnausgeschälten am Ende wie im Vorgänger noch ihr Fett weg. Das Fazit bleibt aber schwach.
4/10

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